Ein Nichtpolitiker geht – unfreiwillig

03.12.2021 21:15:00

Heinz Faßmann nimmt die Entscheidung der ÖVP zur Kenntnis. Er selbst war dabei nur Passagier. Was von ihm als Bildungsminister bleibt und wohin es ihn vielleicht verschlägt.

Heinz Faßmann nimmt die Entscheidung der ÖVP zur Kenntnis. Er selbst war dabei nur Passagier. Was von ihm als Bildungsminister bleibt und wohin es ihn vielleicht verschlägt.

Heinz Faßmann nimmt die Entscheidung der ÖVP „zur Kenntnis“. Er selbst war dabei nur Passagier. Was von ihm als Bildungsminister bleibt – und wohin es ihn vielleicht verschlägt.

Wien.Na dann werden die Türkis - Schwarzen bei 15% landen denn: Zitat Süddeutsche Zeitung 10.Martin Polaschek , ein neuer Bildungs- und Wissenschaftsminister bestellt wird, akzeptiere er, sagte Faßmann.der vierte Rückzug im Regierungsteam innerhalb der vergangenen 24 Stunden.

„Man bleibt, was man ist“, sagte Heinz Faßmann einst im „Presse“-Interview.Er sei eben mehr Wissenschafter als Politiker.Nehammer ist ein typisches ÖVP-Gewächs, wie sie im Dutzend im Team von Sebastian Kurz versammelt sind Im Dauerreigen der Regierungspressekonferenzen stand auch Nehammer oft neben Kurz, um in martialischem Ton zu erklären, warum die Polizei Verstöße gegen Bewegungseinschränkungen und Maskenpflicht streng verfolgen werde Zitat Ende Bei den Abschiebungen der Kinder sei die Mutter schuld, beim Terroranschlag das Justizressort, im BVT der einzige Nicht-ÖVP-Innenminister seit 21 Jahren, bei den überschießenden Corona-Kontrollen war es das Gesundheitsministerium und nicht das weisungsberechtigte Innenministerium.Es liege ihm nicht so, die politischen Fäden zu ziehen.Seit Dezember 2017 war Faßmann Bildungsminister, ab Jänner 2018 war er auch für Wissenschaft und Forschung zuständig.So sah er das in seiner ersten Amtszeit als Bildungs- und Wissenschaftsminister.Es folgte trotzdem eine zweite.„Ich akzeptiere die Ergebnisse der Verhandlungen“, meinte er resignierend.

In der er vielleicht gerade daran gescheitert ist." Er sei auch weiterhin für geöffnete Schulen und sei stolz darauf,"Wir haben als erstes Antigentests, als erstes flächendeckend PCR-Tests eingeführt", Österreich stehe bei Testungen auf das Coronavirus international an der Spitze.Es fehlte ihm der parteipolitische Rückhalt.Das legt er zumindest indirekt selbst in seiner Abschiedserklärung am Freitagnachmittag nahe.„Ich bin weder bündisch verankert noch einem Bundesland zuzuordnen“, sagte Faßmann gleich zu Beginn seines Statements, ohne es viel weiter auszuführen.Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren.Er habe mit „viel Freude“ an der Gestaltung des Bildungssystems gearbeitet, aber dem neuen Bundeskanzler, Karl Nehammer, „selbstverständlich freigestellt, dass er sich sein Team zusammenstellt“.Weiters ging er auf den „sehr viel höheren Stellenwert“ ein, den die Sprachförderung als wesentliche Voraussetzung für verbesserte Integration bekommen habe, auf die eingeführte Sommerschule, das Vorantreiben der Digitalisierung im Bildungswesen, die Einführung von „Ethik“ als Schulfach oder auf die Reform der Zentralmatura.

An diesem Punkt dürfte Faßmann nur noch Passagier gewesen sein.Bei den entscheidenden Sitzungen war er nicht anwesend.Die Parteigremien haben entschieden – und in der ÖVP ist er kein offizielles Mitglied.Heinz Faßmann wurde 2017 als Quereinsteiger von Sebastian Kurz ins Team geholt.Bereits in Kurz' Zeit als Integrationsstaatssekretär sind sich die beiden begegnet.Ich weiß, wovon ich spreche.

Faßmann ist damals nämlich nicht nur Vizerektor der Universität Wien, sondern auch Vorsitzender des Expertenrates für Integration gewesen.Zum „Das Wichtigste des Tages“ Newsletter Der einzigartige Journalismus der Presse.Jeden Tag.Überall..Seinen Austausch kommentierte Faßmann so: „Ich nehme das so zur Kenntnis.

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