Eigene Impfstoffproduktion käme zu spät

Eigene Impfstoffproduktion käme zu spät

23.03.2021 14:24:00

Eigene Impfstoffproduktion käme zu spät

Österreich würde gerne selbst Impfstoff produzieren. Das würde sich vom zeitlichen Aspekt gar nicht lohnen, so der Präsident des Verbands der pharmazeutischen Industrie.

Von Lattorff erinnert daran, dass beispielsweise der Impfstoff von Pfizer letztlich 290 Komponenten braucht, bis er beim Patienten verimpft wird."Man kann sowieso nicht alles in Österreich herstellen", so von Lattorff, Generaldirektor von Boehringer Ingelheim RCV."Wenn, ist es eine europäische Sache" einen Impfstoff zu erzeugen.

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Man sollte aber jedenfalls schauen, möglichst viel in Europa herzustellen. Um schnell zu einem Ergebnis zu kommen, sollte man vorrangig die Werke ausbauen, wo bereits Impfstoff hergestellt wird.Begrüßt geplante Export-Verbote: Pharmig-Präsident Philipp von Lattorff

© Bild: Kurier/Gilbert NovyWenn Österreich auf dem Sektor mitspielen will, würde von Lattorff empfehlen, die Forschung in diese Richtung auszubauen."Das wäre meiner Meinung nach das attraktivste und realistischste was wir machen können". Das wäre aber dann schon eine Vorbereitung für künftige Pandemien und keine kurzfristige Lösung. Wobei Österreich schon jetzt sehr effizient und großzügig Forschung fördere, wie von Lattorff unterstreicht. Das ermögliche ihm, immer wieder große Forschungsprojekte innerhalb des Boehringer-Ingelheim-Konzerns nach Wien zu lotsen. headtopics.com

So läuft die Impfstoff-Produktion: Die 10 wichtigsten FragenFür erfolgreiche Forschung ist es entscheidend, die besten Köpfe nach Wien zu lotsen. Da gehe es weniger um die Gage für die Forscher als um die Rahmenbedingungen für ihre Arbeit. So habe Boehringer Ingelheim die später preisgekrönte Forscherin Elly Tanaka nur deshalb an das IMP in Wien holen können, weil ihr Wunsch nach einem Aquarium für 2000 Axolotl (mexikanische Lurche) mit jeweils getrennten Zellen für jedes Exemplar - und noch ein paar andere Bedingungen - erfüllt wurde, erzählt von Lattorff.

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