Die österreichische Lösung: Die freiwillige Impfpflicht

Dass eine Pflicht verpflichtend ist, kann man auch mit einer doppelten Sperrlinie vergleichen.

17.01.2022 00:11:00

Dass eine Pflicht verpflichtend ist, kann man auch mit einer doppelten Sperrlinie vergleichen.

Dass eine Pflicht verpflichtend ist, kann man auch mit einer doppelten Sperrlinie vergleichen.

Das Wort Pflicht leitet sich übrigens vom althochdeutschen phliht ab, was für Fürsorge, Obhut, Auftrag stand. Im Lauf der Zeit hat es sich gewandelt und bezeichnet heute vor allem eine Aufgabe oder Anforderung, deren Erfüllung man sich nicht entziehen kann. Das kann aus persönlichen oder sozialen Gründen so sein, aber auch, wenn es von einer Autorität durch ein Gesetz (oder eine Verordnung) gefordert wird und es damit auch verbindlich ist. Das bedeutet auch, dass es keine freiwillige Pflicht geben kann, denn die würde das ad absurdum führen. Eine freiwillige Impfpflicht, zum Beispiel, wäre ein solcher Unsinn – wenn sie auch wie eine typisch österreichische Lösung klingt. Und auch die freiwillige Maskenpflicht wäre eine logische Nullnummer. Natürlich darf man trotzdem höflich bitten, dass sich jemand etwa in der Straßenbahn eine Maske aufsetzt. Aber es gilt natürlich, was der Elektromarkt sagt: Die Maskenpflicht ist verpflichtend.

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