Deutsche Erzieherin (25) unter Mordverdacht

Deutsche Erzieherin (25) unter Mordverdacht - kleines Kind wies 'Spuren von Gewalteinwirkung' auf

29.05.2020 12:15:00

Deutsche Erzieherin (25) unter Mordverdacht - kleines Kind wies 'Spuren von Gewalteinwirkung' auf

Eine 25-jährige Erzieherin in einem deutschen Kindergarten steht unter Mordverdacht. Die Frau soll ein dreijähriges Mädchen getötet haben. Das Kind ...

(Bild: APA/dpa-Zentralbild/Matthias Hiekel)Eine 25-jährige Erzieherin in einem deutschen Kindergarten steht unter Mordverdacht. Die Frau soll ein dreijähriges Mädchen getötet haben. Das Kind war im April aus ihrem Kindergarten in Viersen, in dem auch die Verdächtige arbeitet, mit Atemstillstand in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Wenig später war das Mädchen tot. Gerichtsmediziner fanden Spuren, die auf eine Gewalteinwirkung hindeuten. Ähnliche Vorfälle in anderen Kindergärten beschäftigung die Ermittler nun ebenfalls. Womöglich besteht ein Zusammenhang.

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Artikel teilen0Drucken„Sollten sich die schrecklichen Vorwürfe bewahrheiten, muss auch im Detail vor Ort der Frage nachgegangen werden, ob ernsthafte Frühwarnzeichen ignoriert wurden und ob die Vorfälle dem zuständigen Jugendamt nicht gemeldet und keine Anzeigen erstattet wurden“, teilte das Familienministerium Nordrhein-Westfalens am Donnerstagabend mit. „Der Verdacht gegen die 25-Jährige wiegt schwer und ist unerträglich. Unser Mitgefühl gilt den Eltern und Angehörigen“, hieß es weiter.

(Bild: APA/dpa/Holger Hollemann)Erzieherin als „wenig geeignet“ eingestuftDie Behörden waren zuvor auf weitere Vorfälle in drei früheren Kindergärten gestoßen, in denen die als „wenig geeignet“ eingestufte Erzieherin tätig gewesen war. Die Stadt Kempen hat nach einem früheren Dementi eingeräumt, dass es vier Vorfälle in dem Kindergarten gab, in dem die Erzieherin gearbeitet hat. Vier Mal sei der Notarzt gerufen worden, weil ein Kind über Atemnot geklagt habe, berichtete ein Stadtsprecher am Donnerstag. Es seien wie vorgeschrieben Unfallanzeigen über das Jugendamt an die Unfallkasse geleitet worden. Diese seien auch nicht zu beanstanden. „Es lagen keine Anzeichen vor, in eine andere Richtung zu denken“, hieß es.

Die Stadt Krefeld teilte mit, bei ihr habe die Beschuldigte ein Berufspraktikum absolviert. Alles, was dazu mitzuteilen sei, hätten die Ermittler bereits mitgeteilt. Der Kreis Viersen, in dem Tönisvorst liegt, wo die Erzieherin ebenfalls gearbeitet hat, verwies auf Anfrage an das Landesjugendamt. Das Landesjugendamt Rheinland wollte sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht zu dem Fall äußern.

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