Corona-Schließungen: Modekette Adler ist insolvent

Corona-Schließungen: Modekette Adler ist insolvent, auch 24 Filialen in Österreich sind betroffen

11.01.2021 00:26:00

Corona-Schließungen: Modekette Adler ist insolvent, auch 24 Filialen in Österreich sind betroffen

Die Modekette Adler ist zahlungsunfähig. Das deutsche Unternehmen, das auch mit 24 Filialen in Österreich präsent ist, hat am Sonntag einen ...

Die Modekette Adler ist zahlungsunfähig. Das deutsche Unternehmen, das auch mit 24 Filialen in Österreich präsent ist, hat am Sonntag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Aschaffenburg in Bayern gestellt. Das Handelsunternehmen hatte seit Beginn der Corona-Krise schwer zu kämpfen, konnte aber auch trotz zehnjähriger Erfahrung im Online-Shopping nicht wirklich vom Internet-Verkaufsboom profitieren.

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Artikel teilen0DruckenKonkret soll das Unternehmen in Eigenverwaltung nach einem Insolvenzplan saniert werden, schrieb Adler am Sonntagabend in einer Pflichtmitteilung. Der Geschäftsbetrieb sollte unter Aufsicht eines Sachwalters in vollem Umfange fortgeführt werden, hieß es.

Auslöser für den Insolvenzantrag seien die „erheblichen Umsatzeinbußen“ durch die seit Mitte Dezember andauernden Schließungen fast aller Verkaufsfilialen. Adler hat eigenen Angaben zufolge 3350 Mitarbeiter und betreibt 171 Modemärkte, davon 142 in Deutschland. Im Jahr 2019 setzte das Unternehmen 495,4 Millionen Euro um und erzielte ein Ergebnis von 70,3 Millionen Euro. headtopics.com

Adler-Chef: „Leider keine andere Wahl“Die erneute Corona-bedingte Schließung fast aller Standorte hat uns leider keine andere Wahl gelassen. Wir werden alles dafür tun, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und Adler schnellstmöglich zu sanieren und wieder in eine positive Zukunft zu führen", so Firmenchef Thomas Freude in einer Aussendung.

Das Beispiel Adler zeige, dass im textilen Einzelhandel selbst ein Unternehmen, das noch Ende 2019 eine „Rekord-Netto-Liquidität“ von 70,1 Millionen Euro ausgewiesen habe, innerhalb von knapp zwölf Monaten in eine existenzielle Krise geraten könne. Zudem sei nach dem ersten Lockdown bis Oktober 2020 ein spürbarer Erholungstrend festgestellt worden.

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