Corona: Österreicher zu Beginn auf „Schau mer mal“

16.10.2020 15:30:00

„So schlimm wird‘s schon nicht werden“ ist ein hierzulande oft gehörter Ausdruck. Wie „Schau mer mal“. Und mit einer im Ländervergleich gewissen ...

„Schau mer mal“: Im Ländervergleich schätzten die Österreicherinnen und Österreicher das Corona-Virus zu Beginn der Pandemie mit einer gewissen Gelassenheit ein.

„So schlimm wird‘s schon nicht werden“ ist ein hierzulande oft gehörter Ausdruck. Wie „Schau mer mal“. Und mit einer im Ländervergleich gewissen ...

0Die Ergebnisse der Umfrage Ende März(Bild: PNAS)Betrachteten Frauen bei der ersten Befragungswelle das Virus im Mittel noch signifikant öfter als gefährlicher als Männer, verschwand dieser Unterschied im zweiten Untersuchungszeitraum und drehte sich sogar ganz knapp um.

Über alle untersuchten Länder hinweg gingen die Annahmen zur Gefährlichkeit zwischen den Befragungen merklich zurück. Sahen zuerst 60 Prozent der Frauen und knapp unter 50 Prozent der Männer eine große Gefahr von dem Virus ausgehen, reduzierten sich diese Werte mit der Zeit um rund 15 Prozentpunkte, schreiben die Wissenschaftler. Auffällig höher blieben sie in Großbritannien und den USA sowie etwas weniger ausgeprägt in Italien und Frankreich - also stärker betroffenen Staaten. In Österreich oder Deutschland sanken sie deutlich.

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österreichisch wärs: 'schau ma moi' owa is eh scho wuascht... österreichisch wärs: 'schau ma moi'

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(Bild: stock."Corona-Regeln führen zu seelischen Beeinträchtigungen bei Kindern und Jugendlichen" Ursachen für indirekte Todesfälle wären zum Beispiel eine schlechtere medizinische Versorgung bei anderen Krankheiten und Unfällen, Verlust sozialer Netzwerke, von Jobs und Einkommen, Kriminalität wie häusliche Gewalt, Tabak-, Alkohol- und Drogenmissbrauch sowie schlechtere Essgewohnheiten, so die Forscher.Wie ein Damoklesschwert hängt ein möglicher zweiter Lockdown über dem Land: „In der derzeitigen Situation wird ein zweiter Lockdown nicht notwendig sein und würde uns als Gesellschaft nicht guttun“, sagt Klaus Vander, Leiter des Instituts für Krankenhaushygiene am LKH-Universitätsklinikum Graz.(OÖ), Innsbruck und Innsbruck-Land (Tirol).

adobe.com, Krone KREATIV) „So schlimm wird‘s schon nicht werden“ ist ein hierzulande oft gehörter Ausdruck. In Spanien (69 Prozent) und Italien (46 Prozent) waren die Unterschiede besonders frappant. Wie „Schau mer mal“. Im Verlauf der Pandemie habe sich auch die Sterblichkeit durch Covid-19 relativiert : Nun verfügbare Studien zeigen Sterblichkeitsraten von 0,25 bis rund 0,4 Prozent – Österreichs Chefinfektiologe Franz Allerberger (Ages) spricht von einer Covid-19-Sterblichkeit, die etwa doppelt so hoch ist wie jene der Grippe. Und mit einer im Ländervergleich gewissen Gelassenheit schätzten Herr und Frau Österreicher zu Beginn der Corona-Pandemie offenbar auch die Gefährlichkeit des SARS-CoV-2-Virus ein. In manchen Ländern wie Frankreich, Belgien und der Schweiz war die Übersterblichkeit vermutlich geringer als die Zahl der belegten Corona-Opfer, obwohl es dort viele solche zu beklagen gab: In Frankreich wurden 28. Weniger als ein Drittel der Österreicher hielt das neue Coronavirus Ende März für ein großes Gesundheitsproblem, im April waren es noch weniger. Gleichzeitig zeigte er sich besorgt über die österreichweite Tendenz,"dass manche Bevölkerungsgruppen die Maßnahmen nicht mittragen".

Zum Vergleich: In Großbritannien taten dies 72 Prozent, heißt es in einer Studie im Fachblatt „PNAS“.700 Todesfällen mehr als ohne Pandemie. Artikel teilen 0 Drucken Ein Forschungsteam um Paola Profeta von der Bocconi-Universität in Mailand verglich die Ergebnisse zweier Befragungen, die Ende März und Mitte April in acht Ländern durchgeführt wurden. In Österreich nahmen insgesamt 2000 Personen daran teil.487 Coronatote bei 8. Zusammen mit den Daten aus Australien, Frankreich, Deutschland, Italien, Neuseeland, Großbritannien und den USA waren es 21.649 Befragte.656 Coronatote bei 1." Die Cluster-Nachverfolgung sei sehr schwierig geworden.

Die Ergebnisse der Umfrage Ende März (Bild: PNAS) Die Ergebnisse der Umfrage im April (Bild: PNAS) Österreicherinnen anfangs besorgter als Männer Am augenscheinlichsten traten für die Wissenschaftler Geschlechterunterschiede zutage: „Wir zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen Covid-19 als gravierendes Gesundheitsproblem wahrnehmen, höher ist, und dass sie den Einschränkungsmaßnahmen der Politik eher zustimmen und sich daran halten“, schreiben die Forscher. Bezüglich der Einschätzung der Gefährlichkeit nach Geschlechtern tanzt Österreich als einziges Land aber etwas aus der Reihe. Keine Übersterblichkeit In Australien, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Neuseeland und der Slowakei gab es hingegen gar keine Übersterblichkeit oder sie betrug maximal fünf Prozent. Betrachteten Frauen bei der ersten Befragungswelle das Virus im Mittel noch signifikant öfter als gefährlicher als Männer, verschwand dieser Unterschied im zweiten Untersuchungszeitraum und drehte sich sogar ganz knapp um. (Bild: stock. Mögliche Erklärungen dafür sind etwa eine geringere Zahl an Influenza-Erkrankungen und anderer Atemwegskrankheiten durch die Corona-Maßnahmen oder eine geringere Zahl der Verkehrs- und Freizeitunfälle sowie der Gewalttaten durch den Lockdown.adobe."Die Sache ist die: Wir sind in dieser zweiten Welle, da gibt es nichts mehr schönzureden.

com) Besorgtheit blieb in stärker betroffenen Ländern höher Über alle untersuchten Länder hinweg gingen die Annahmen zur Gefährlichkeit zwischen den Befragungen merklich zurück. 668 Sterbefälle während der ersten Covid-19 Welle wurden dem Coronavirus direkt zugerechnet. Sahen zuerst 60 Prozent der Frauen und knapp unter 50 Prozent der Männer eine große Gefahr von dem Virus ausgehen, reduzierten sich diese Werte mit der Zeit um rund 15 Prozentpunkte, schreiben die Wissenschaftler. Auffällig höher blieben sie in Großbritannien und den USA sowie etwas weniger ausgeprägt in Italien und Frankreich - also stärker betroffenen Staaten. Vor allem bei Ländern, die wie Österreich nicht ganz so schlimm vom Virus heimgesucht wurden und wo die Zahlen der direkten und indirekten Pandemie-Opfer vergleichsweise niedrig sind, lassen die Schwankungsbreiten keine sicheren Schlüsse zu, ob es tatsächlich eine Übersterblichkeit gab und ob die Sterblichkeit durch die Pandemie signifikant gestiegen ist. In Österreich oder Deutschland sanken sie deutlich. Frauen halten Maßnahmen eher ein als Männer Die Zustimmung zu Einschränkungsmaßnahmen wie Schulschließungen, Reiseeinschränkungen oder Quarantänebestimmungen lag bei Frauen durchwegs etwas höher. Wahrscheinlich würden hier viele verschiedene Dinge zusammenspielen, wie zum Beispiel der Gesundheitszustand der Bevölkerung, die sozialen Bedingungen, die Reaktionen der Entscheidungsträger und der Zustand des Gesundheitssystems." Schärfere Maßnahmen für Wien? Das sei im März/April"wunderbar" gelungen, doch jetzt"besteht die Gefahr", dass unser Gesundheitssystem an seine Grenzen stoße, warnt der Experte.

Auch hier war eine Abnahme der Zustimmung über beide Geschlechter hinweg zu beobachten. Österreich lag in der ersten Befragung im internationalen Schnitt und bei der zweiten ein Stück darunter. Beim Befolgen der Maßnahmen zeigte sich ein ähnliches Bild, wobei hier die Geschlechterschere vor allem in Deutschland, Österreich und den USA zum Zeitpunkt der zweiten Befragung am deutlichsten aufging. Länder mit Frauen an der Spitze effektiver im Kampf gegen Pandemie Die nahezu durchgehenden Geschlechterunterschiede bezüglich der Einschätzung der Gefahr, bei der Zustimmung zu und beim Befolgen der Maßnahmen könnten dabei helfen, Unterschiede bei der Covid-19-Sterblichkeit und -Anfälligkeit zu erklären, meinen die Autoren. Ihre Beobachtungen gingen auch mit der Einschätzung von Kommentatoren einher, dass Länder, die von Frauen geführt werden (wie Angela Merkel in Deutschland und Jacinda Ahern in Neuseeland), „generell effektiver auf die Pandemie reagierten“. Restaurantbesuche"ohne großes Risiko" Nowotny selbst hofft auf eine bundesweite Vorverlegung der Sperrstunde auf 22 Uhr.

Deutschlands Angela Merkel Neuseelands Primierministerin Jacinda Ardern (Bild: AFP) Dagegen würden einige Länder, die sehr schlecht durch die Krise kommen, wie die USA oder Brasilien, „von Männern geführt, die ihre Maskulinität stark betonen, und etwa das Tragen von Masken zur Prävention ablehnten“. krone.at Einloggen, um an der Diskussion teilzunehmen Eingeloggt als .