Corona-Massentest: Deutlich mehr Zulauf, wenn Anmeldepflicht fällt

Corona-Massentest: Deutlich mehr Zulauf, wenn Anmeldepflicht fällt

09.12.2020 23:36:00

Corona-Massentest: Deutlich mehr Zulauf, wenn Anmeldepflicht fällt

Wiener Messezentrum verzeichnete Dienstag ein Plus von 6.700 Tests. Salzburg verzichtet überhaupt auf Anmeldung.

Die verpflichtende Anmeldung bei den beiden anderen Standorten (Stadthalle, Marx-Halle) will man aber auf der dort deutlich stärkeren Auslastung beibehalten, um keine unnötig langen Wartezeiten zu provozieren. Dennoch ließen sich Lehren für die zweite Runde des Massentests ziehen, die dem Vernehmen nach am 7. und 8. Jänner über die Bühne gehen könnte, ist man in der Stadtregierung überzeugt.

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„Eine reine Online-Anmeldemöglichkeit schließt viele Menschen aus. Wir brauchen daher eine bundesweite Telefon-Hotline“, sagt ein Hacker-Sprecher. Erst wenn man die Service-Qualität mit Schritten wie diesen erhöht habe, könne man über Maßnahmen wie Belohnungen für Teilnehmer oder gar eine Verpflichtung nachdenken.

 © Bild: Land Tirol/Gerhard BergerVon Vornherein verzichtet auf eine Anmeldung hat man in Salzburg, wo am Freitag die Tests starten. Sie sind dort ähnlich wie eine Wahl organisiert. „Ich sehe unser System ohne Anmeldung als komfortabler für die Bevölkerung“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). „Die rund 30 Prozent von Tirol und Vorarlberg wollen wir überbieten.“ headtopics.com

LH Wilfried Haslauer© Bild: APA/LAND SALZBURG/FRANZ NEUMAYRInzwischen liegen auch Daten zur Genauigkeit der Schnelltests vor:An den ersten beiden Tagen gab es in Wien insgesamt 106 Antigentests mit einem positiven Ergebnis.Bei der darauffolgenden Überprüfung mittels PCR-Test stellte sich jedoch heraus, dass 61 davon negativ und nur 45 positiv waren. Viel aussagekräftiger ist aber die Falsch-Positiv-Rate bezogen auf die Gesamtzahl aller Testungen. Sie lag an den beiden ersten Testtagen in Wien bei rund 0,14 Prozent. Die Positiv-Rate bei 0,2 Prozent.

© Bild: Land Tirol/Gerhard BergerIn Tirol wurden mit 70 Prozent deutlich mehr positive Schnelltest-Ergebnisse durch einen anschließenden PCR-Test als positiv bestätigt. Das dürfte laut Experten rein mathematische Gründe und mit der stärkeren Verbreitung des Erregers dort zu tun haben.

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