Corona: Leichter Optimismus und neue „Infodemie“-Front

Erste große Studie zum neuen Coronavirus. Mehr als 80 Prozent der Fälle verlaufen mild, Neuinfektionskurve flacht sich ab. Mediziner orten Fake News und Impfgegner als Problem.

2/18/2020

Erste große Studie zum neuen Coronavirus. Mehr als 80 Prozent der Fälle verlaufen mild, Neuinfektionskurve flacht sich ab. Mediziner orten Fake News und Impfgegner als Problem.

Erste große Studie zum neuen Coronavirus. Mehr als 80 Prozent der Fälle verlaufen mild, Neuinfektionskurve flacht sich ab. Mediziner orten Fake News und Impfgegner als Problem.

Peking. Rund 1900 neue Fälle, fast alle in China. Gesamt rund 73.400 Erkrankungen weltweit, davon rund 72.400 in China. 98 weitere Todesopfer, alle in China. Weltweit etwa 1875 Todesopfer, davon nur fünf außerhalb Chinas, und nur einer in Europa, nämlich in Frankreich: Das waren am Dienstag die aktuellen Fallzahlen zur Coronaviren-Welle. Laut der bisher umfassendsten Studie zur neuen Mutation des Coronavirus in China haben die Infektionen meist einen harmlosen Verlauf. Fast 81 Prozent seien mild, heißt es in dem Papier, das am Dienstag im Chinese Journal of Epidemiology veröffentlicht wurde und für das das Zentrum für Seuchenkontrolle Daten über 72.314 Infektionen auswertete. 13,8 Prozent sind ernst, 4,7% lebensgefährlich, die Letalitätsrate liegt bei 2,3 Prozent. Das ist mehr als bei den meisten Formen normaler Influenza (Letalität etwa 0,1 bis 0,7%), aber in manchen Jahren hatten Grippewellen schon Sterblichkeitsraten von zwei Prozent und mehr. Erneut bestätigte sich, dass das Virus meist Alte und Kranke schwer bis tödlich trifft. Allerdings überlebt auch in diesem Segment das Gros der Infizierten. 98-Jähriger überlebte Als bisher ältester geheilter Patient gilt nach Angaben von Kathpress der 98-jährige frühere Bischof Joseph Zhu Baoyu von Nanyang in der östlichen Provinz Hebei. Er war Anfang Februar ins Spital gebracht und jüngst entlassen worden, da der Virenbefund negativ war. Erstmals ist allerdings am Montag ein Krankenhauschef an dem Virus gestorben. Liu Zhiming, ärztlicher Leiter des Wuchang Hospitals in Hubeis Provinzhauptstadt Wuhan, sei laut China News bei guter Verfassung gewesen und habe das Virus für sich als ungefährlich eingeschätzt, hieß es. Problematisch sind laut Studie bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Atemwegsleiden. Unter Kindern bis neun Jahren gab es demnach noch keine Todesfälle, bis zum Alter von 39 ist die Todesrate mit 0,2 Prozent sehr gering. Ihren ersten Höhepunkt hatte die Epidemie in China zwischen 24. und 26. Jänner, seit 11. Februar wird ein Abwärtstrend bemerkt, vor allem außerhalb der Provinz Hubei, dem Herd der Viren. Die Studienautoren warnen indes, dass das Virus mutieren und seine Eigenschaften, etwa die Leichtigkeit der Übertragung, im negativen Sinn ändern könnte. Man müsse wachsam bleiben. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor verfrühtem Optimismus. Im Gegenteil: Laut erwähnter Studie dürfte sich die Welle jedenfalls in China erst im April stabilisieren. Die WHO hat überdies eine zweite „Front“ im Kampf gegen die Epidemie an der Grenze zur Pandemie benannt: die „Infodemie“, die Verbreitung abstruser Geschichten über das Virus Sars-CoV-2, sowie das Anpreisen zweifelhafter Mittel. So besagt eine Story in sozialen Medien, es sei als Biowaffe entwickelt worden; in Indien schwadronierten sogar Wissenschafter darüber, dass Teile der DNS dem Aids-Erreger HIV ähnelten und händisch eingefügt sein müssten. Die These wurde zurückgezogen. Eine andere Behauptung ist, die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung habe die Viren kreiert, um von der Impfstoffproduktion zu profitieren. Alkohol, Knoblauch und Bill Gates Auf Plattformen wie Facebook wird etwa das Einreiben des Körpers mit Alkohol oder Chlor und der Genuss von viel Knoblauch als Schutz for Ansteckung gehandelt. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, dass Fake News die Arbeit der Ärzte behinderten. Der britische Mediziner Paul Hunter (University of East Anglia) attackiert indes die „Anti-Impf-Lobby“ und Impfskeptiker, weil solche Leute sich aufgrund falscher Ansichten weniger schützten und die Ausbreitung von Infektionen förderten: Daher seien etwa die Masern auch im Westen wieder viel häufiger geworden. (wg/ag.) Zahlen In Festlandchina starben nach Behördenangaben mittlerweile fast 1900 Menschen an dem neuartigen Coronavirus. Mehr als 72.400 Infektionen wurden dort seit Ausbruch der Epidemie im Dezember nachgewiesen. In etwa 25 weiteren Ländern wurden Hunderte weitere Fälle registriert. Die meisten Infektionen haben einen harmlosen Verlauf: 80,9 % seien als mild einzustufen, heißt es in einer Studie, die am Dienstag im „Chinese Journal of Epidemiology“ veröffentlicht wurde. 13,8 % der Fälle sind hingegen ernst, 4,7 % lebensgefährlich. ("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.02.2020) Weiterlesen: Die Presse

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Erstmals stirbt ein Krankenhauschef an den Folgen des Corona-VirusIm Kampf gegen das Sars-CoV-2-Virus haben sich schon mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Pflegekräfte angesteckt.

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