Corona-Impfung: 'Wir brauchen die Hoffnung, aber auch...

Seit 27. Dezember wird in Österreich ein Impfstoff gegen Covid-19 verabreicht. Er soll gratis für alle Interessierten ausgerollt werden, sagt Gesundheitsminister Anschober.

28.12.2020 12:54:00

Seit 27. Dezember wird in Österreich ein Impfstoff gegen Covid-19 verabreicht. Er soll gratis für alle Interessierten ausgerollt werden, sagt Gesundheitsminister Anschober.

Seit 27. Dezember wird in Österreich ein Impfstoff gegen Covid-19 verabreicht. Er soll gratis für alle Interessierten ausgerollt werden, sagt Gesundheitsminister Anschober.

Anschober ortet in dem Impfstoff „den Schlüssel im Kampf“ gegen die Pandemie, einen „ersten Schritt für eine Wende nach diesem sehr, sehr schwierigen Jahr“. Allerdings: Diese Wende sei eine schrittweise. „Wir brauchen diese Hoffnung sehr dringend, aber auch Geduld“, meinte der Minister. Immerhin sei man „erstens abhängig von den Marktzulassungen der Impfstoffe, mit denen die EU in Verhandlungen war und zweitens geht es um die Frage, wann die Teillieferungen der Impfstoffe in Österreich einlangen“. Beide Faktoren würden die Zeitabfolge beeinflussen.

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Impfstoff ab 12. Jänner für alle Alten- und PflegeheimeDas Vorgehen sei und bleibe damit ein behutsames, so der Ressortchef. Fest stehe aber schon jetzt: Die gemeinsame Beschaffung der Impfdosen könne als „europäisches Erfolgsprojekt“ bezeichnet werden. Da allerdings nicht alle Impfstoffe gleichzeitig verfügbar seien, habe man einen Impfplan für die österreichische Bevölkerung erstellt. In der ersten Impfphase gehe es bekanntlich darum, die Impfungen in Alten- und Pflegeheimen zu verabreichen - den Bewohnern wie auch allen Mitarbeitern. Diese erste Phase werde sich über den Jänner und Feber ziehen, sagte Anschober. Noch seien nicht alle Bundesländer gleich beliefert worden, ab 12. Jänner sollten aber flächendeckend in ganz Österreich die Alten- und Pflegeheime parallel eine Impfmöglichkeit erhalten.

Ein weiterer Bestandteil der „Impfstrategie für Österreich“ lautet, dass die „Schutzimpfung“ kostenfrei für alle Interessierten ausgerollt werden soll. „Jeder soll entscheiden können, ob er oder sie sich impfen lässt“, betonte Anschober. Zugleich hielt er fest: „Wir wollen mit der Impfung zu den Betroffenen.“ headtopics.com

Bis dato habe man mehr als 20.000 Anrufe bei der errichteten Infohotline zur Impfung entgegengenommen. Es gebe viel Bedarf an Detailinformationen. Um ehrliche und transparente Antworten geben zu können, soll ein Gremium aus Wissenschaftern eingerichtet werden, kündigte Anschober an: „Sie werden sehen, wir sind hier professionell vorbereitet.“

17 Standorte, ein E-ShopDie medizinische Koordinatorin Maria Paulke-Korinek räumte ein, dass es bei der Impfung zu Reaktionen kommen könne. Diese seien aber durchaus ein gutes Zeichen, meinte sie, denn sie seien in gewisser Weise der Beleg dafür, dass sich im Körper etwas tue, er sich mit den Wirkstoffen auseinandersetze. „Normalerweise vergehen diese Probleme innerhalb kürzester Zeit“, sagte Paulke-Korinek und appellierte an die Bevölkerung, das Vakzin in Anspruch zu nehmen: „Jede einzelne Person, die geimpft ist, zählt.“ Man schütze sich damit selbst, erläuterte sie. Für eine Einschätzung, ob die Impfung auch vor einer Weitergabe des Erregers Sars-CoV-2 schütze, sei es hingegen noch zu früh.

Phago-Präsident Andreas Windischbauer ergänzte, dass die Bestellung der Impfstoffe über einen E-Shop erfolge, der von der Bundesbeschaffungsagentur gestellt werde. Die niedrigste Bestellmenge seien 15 Impfdosen. Phago (der Verband zur Interessensvertretung der österreichischen Arzneimittel-Vollgroßhändler) sorge indes für die Distribution des Vakzins. Letzters werde derzeit an 17 Standorten in Österreich gekühlt und von dort ausgeliefert. „Wir freuen uns alle sehr, dass es endlich losgeht“, meinte Windischbauer.

Corona-ZahlenBisher gab es in Österreich 353.484 positive Testergebnisse. Mit Stand 28. Dezember 2020, 09:30 Uhr wurden österreichweit 5931 Personen registriert, die in Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben sind, 326.768 gelten als wieder genesen. headtopics.com

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also Israel hat gestern 150 000 Menschen geimpft. Wie lange wird in Österreich noch geschlafen? Ich will endlich geimpft werden!