Corona-Impfstoff: Deutsche Kommission empfiehlt AstraZeneca nur bis 65 Jahre

'Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen aktuell keine ausreichenden Daten vor', heißt es.

28.01.2021 16:37:00

'Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen aktuell keine ausreichenden Daten vor', heißt es.

'Zur Beurteilung der Impfeffektivität ab 65 Jahren liegen aktuell keine ausreichenden Daten vor', heißt es.

Stella Kyriakidesappellierte am Mittwoch an die moralische Verantwortung der Firma - die sich ihrerseits gegen Vorwürfe verwahrte. Große Mengen Impfstoff für die EU-Länder werden somit wohl Wochen oder Monate später kommen. Auch ein Online-Krisengespräch am Abend brachte keine Lösung.

Kurz will EU-weiten Impfpass, sonst Alleingang Britische Mutation: 16 Fälle in Wiener Volksschule Mayrhofen: Isolation, aber Skigebiet bleibt offen

Bedauern, Lob - und keine Lösung"Wir bedauern, dass es immer noch keine Klarheit über den Lieferplan gibt und erbitten uns von Astrazeneca einen klaren Plan zur schnellen Lieferung der Impfstoffe, die wir für das erste Quartal reserviert haben", erklärte Gesundheitskommissarin Kyriakides am Mittwochabend nach dem Krisentreffen mit Astrazeneca auf Twitter."Wir werden mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden und die Impfstoffe rasch für die EU-Bürger zu liefern." Sie lobte aber den konstruktiven Ton des Gesprächs mit Unternehmenschef

Pascal Soriot, der sich persönlich zugeschaltet habe.Astrazeneca teilte mit, es habe ein"konstruktives und offenes Gespräch" über die Komplexität der Erhöhung bei der Impfstoff-Produktion und die Schwierigkeiten stattgefunden. Das Unternehmen habe eine noch engere Zusammenarbeit zugesagt,"um gemeinsam einen Weg für die Auslieferung unseres Impfstoffs in den kommenden Monaten aufzuzeichnen". headtopics.com

Keine TransparenzDer Streit begann am Freitag mit der Ankündigung des britisch-schwedischen Herstellers, nach der für diese Woche erwarteten Zulassung des Impfstoffs weit weniger an die EU zu liefern als zugesagt. Von EU-Politikern wurden Zahlen genannt: Statt erwarteter 80 Millionen Impfdosen im ersten Quartal kämen nur 31 Millionen. Am Mittwoch deutete eine EU-Vertreterin an, dass die Dimension noch größer ist. Erwartet worden sei eine"dreistellige Zahl", und geliefert werde davon nur ein Viertel.

Im Zusammenhang mit der fehlenden Transparenz bei diesen Verträgen, fällt es oft schwer, diese ordentlich zu beurteilen. Die Niederländische Zeitung"De Volkskrant" meint dazu:"Der Konflikt ist schwer zu beurteilen, auch für das Europäische Parlament, denn der Vertrag zwischen der EU und AstraZeneca ist nicht öffentlich. Das ist üblich bei solchen Abmachungen, aber bei einer Gesundheitskrise von diesem Ausmaß ist mehr Transparenz dringend erwünscht. AstraZeneca sollte den Vertrag - notfalls in teils geschwärzter Form - veröffentlichen, wie dies von der EU-Kommission gefordert wird.

Corona: Wie verhalte ich mich richtig? Weiterlesen: Kleine Zeitung »