Corona-Folgen: Singvögel zwitschern jetzt leiser

Corona-Folgen: Singvögel zwitschern jetzt leiser

05.04.2020 13:14:00

Corona-Folgen: Singvögel zwitschern jetzt leiser

Weil es ruhiger ist, müssen sich Vögel nicht so anstrengen, sind aber auch besser zu hören. Wir haben das Zwitschern zum Anhören.

Verkehrsgetöse. Es ist Ruhe eingekehrt in der Stadt. Zumindest, was die Menschen betrifft. Dafür machen sich andere bemerkbar. Eine Amsel zwitschert im Baum im Innenhof und eineKohlmeiselinks neben dem Balkon trainiert ungestört vom Straßenlärm ihr Zi-izi-bäh.

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Diehaben es dieser Tage leichter inWien. Sie müssen nicht mehr gegen den Lärm der Stadt ansingen. Nur mehr gegen ihre Artgenossen, wie die Kollegen auf dem Land.Die Kohlmeise erkennt man an ihrem typischen"Zi-zi-bäh" Kohlmeise

Lebt überall, wo es Bäume gibt. Es gibt   850.000 Brutpaare. Sie brüten in  Höhlen, auch an ungewöhnliche Brutplätzen. Das Weibchen brütet, wird vom Männchen gefüttert. Gesang: einfache, oft wiederholte Strophen wie das typische „Zi-zä, zizi-bäh“ 

Singen die Vögel in den Ballungsräumen nun tatsächlich leiser, weil ungestörter als sonst? Ist dieser Eindruck mehr als eine persönliche Beobachtung? „Wir erwarten, dass dieSingvögelsich jetzt weniger anstrengen müssen“, bestätigt der Biologe und Biodiversitätsforscher Klaus Hackländer von der Universität für Bodenkultur (Boku). Nicht die einzige Forschungseinrichtung übrigens, die sich mit derartigen Studien beschäftigt – weltweit werden in Städten

Singvögel„verhört“. In der derzeitigen Situation hätten Vögel in der Stadt gewiss weniger Stress, sagt auch Eva Karner-Ranner, Ornithologin bei der Vogelschutz-Organisation Birdlife. Und sie ergänzt: Die ungewohnten Umstände könnten, neben müheloserem Gezwitscher, auch andere Auswirkungen haben – etwa auf den Bruterfolg. Genau absehbar sei das freilich noch nicht.

Gefahr im GartenDoch die Forscherin warnt Hobbygärtner, die derzeitige Quarantäne für allzu gründliche Gartenpflege zu nutzen. „Wer sich im Garten am Gesang der heimischen Siedlungsvögel erfreuen möchte, sollte ihn möglichst naturnah gestalten. Es ist jetzt ganz besonders wichtig, den Vogellebensraum nicht zu ordentlich zu halten, weil die Vögel ihren Nahrungsraum brauchen.

Der Haussperling gibt sich in Gastgärten gesellig© Bild: BirdLife ÖsterreichHaussperling 350.000 Brutpaare in Österreich, Stadt- und Siedlungsbewohner. Brütet in Hohlräumen von Gebäuden, bevorzugt in Kolonien. Beide Eltern brüten. Ist zwar bei Fütterungen und z. B.  im Gastgarten sehr zahm, aber am Brutplatz empfindlich. Das andauernde Tschilpen am Brutplatz ist  tatsächlich Gesang – das Männchen verteidigt damit sein Nestrevier

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Die Amsel beginnt schon früh morgens zu singen© Bild: BirdLife ÖsterreichAmselUrsprünglich Waldbewohner, heute in allen Lebensräumen verbreitet. Ca. eine Mio. Brutpaare. Melodisches, volltönendes Flöten, kann menschliches Pfeifen und Handy imitieren. Beginnt besonders früh am Tag mit dem Gesang, wenn es noch dunkel ist

Es gibt Arten, die Wildkräuter besonders schätzen. Bitte also Beikräuter wie Vogelmiere, Hirtentäscheln und Löwenzahn stehen lassen und allgemein nicht zu viel Unkraut zupfen!“ Auch eine „wilde Ecke“, in der Brennnesseln, Weidenröschen, Beifuß, Gänsefuß und andere hochwüchsige Kräuter wuchern dürfen, sei gut für die Vielfalt. Dazu kommt, dass dieser Tage die Brutsaison beginnt – ein schlechter Zeitpunkt also, um die Hecke zu schneiden, denn da bauen Vögel jetzt Nester. Dichte Hecken und Sträucher sind eine sichere Kinderstube, die ein baldiges vielstimmiges Vogelkonzert garantiert.

Apropos vielstimmig: Es gibt tatsächlich Menschen, die sich über Gezwitscher beschweren. Die haben es offensichtlich noch nie mit demGlockenvogelzu tun gehabt. Er ist, wie der US-Biologe Jeff Podos vor Kurzem festgestellt hat, der lauteste Vogel der Welt.

Der Glockenvogel in Costa Rica ist der lauteste der Welt© Bild: Getty Images/iStockphoto/PharmShot/istockphoto.comDas Tier lebt inCosta Ricaund kann mit seinem synthetisch anmutenden, glockenartigen Ruf bis zu 120 Dezibel laut werden (das entspricht einem startenden Düsenflugzeug). An zweiter Stelle folgt der Schreipiha aus

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Dafür hört man sie deutlich besser.

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