Corona-Demo in Wr. Neustadt: Hinweise auf professionelle Planung

Corona-Demo in Wr. Neustadt: Hinweise auf Berufsdemonstranten

07.01.2021 17:48:00

Corona-Demo in Wr. Neustadt: Hinweise auf Berufsdemonstranten

Zug mit 2.500 Teilnehmern durch die Stadt erntet heftige politische Reaktionen. Es gab Anzeigen und Festnahmen.

pocketHeftige politische Reaktionen gibt es nach dem Protestmarsch gegen die Corona-Maßnahmen am Dreikönigstag in Wiener Neustadt. Bei der Volkspartei spricht man von zahlreichen „Berufsdemonstranten aus Deutschland und anderen Ländern“, die in der Statutarstadt „ihr Unwesen“ getrieben haben, so Vizebürgermeister und Nationalrat Christian Stocker.

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Das Verhalten der rund 2.500 Teilnehmer sei eine Ohrfeige für alle Bewohner gewesen, „die sich durch ihr diszipliniertes Verhalten bemühen, die Pandemie in den Griff zu bekommen“.Drei Festnahmen, dreißig AnzeigenBei der Demo am Mittwoch wurden großteils keine Sicherheitsabstände eingehalten, auch Corona-Schutzmaßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes waren für viele Teilnehmer ein Fremdwort. Der Demonstrationszug durch die Stadt musste von einem Großaufgebot an Polizeikräften begleitet werden.

Laut Landespolizeidirektion Niederösterreich gab es drei Festnahmen und 30 Anzeigen nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz. „Die Festnahmen erfolgten wegen Anstandsverletzung sowie dem Verharren in einer strafbaren Handlung. Trotz mehrmaliger Aufforderung weigerten sich einige Personen, einen Mundschutz zu tragen“, erklärt Polizeisprecher Johann Baumschlager. headtopics.com

Polizeisprecher Johann Baumschlager© Bild: APA/HERBERT PFARRHOFERLaut dem Verfassungsschutz gibt es entsprechende Hinweise, dass die Kundgebung unter großer Beteiligung von Berufsdemonstranten stattgefunden habe. Eine Vielzahl an Personen sei als „amtsbekannte Berufsdemonstranten“ wiedererkannt worden. Es laufen dazu Ermittlungen des Verfassungsschutzes.

„Die Corona-Maßnahmen nerven viele von uns, aber umso wichtiger ist es gerade jetzt, dass wir zusammenhalten und durchhalten“, so Stocker. „Wir werden uns durch Demonstrationen von außen nicht von diesem gemeinsamen Weg in unserer Stadt abbringen lassen.“

Auch SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger meldete sich in der Causa zu Wort."Das Demonstrationsrecht ist eine grundlegende demokratische Freiheit. Solange man sich im Rahmen der bestehenden Gesetze bewegt, ist es unantastbar, auch in Corona-Zeiten", so Spenger.

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Wir werden alle zu Berufsdemonstranten wenn man mit diesem Blödsinn nicht bald aufhört. Nächste Demo in Wien 16.01.2021 am Heldenplatz um 14 Uhr.