Bundeskanzler im Interview: „Ausgerechnet der Nehammer“

Corona-Impfpflicht, die bizarren Tier-Studien des Finanzministeriums, Sokrates: Karl Nehammer im großen profil-Interview.

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22.01.2022 11:38:00

Corona-Impfpflicht, die bizarren Tier-Studien des Finanzministeriums, Sokrates: Karl Nehammer (karlnehammer) im großen profil-Interview von evalinsinger und bauer_gernot epaper

Corona-Impfpflicht, die bizarren Tier-Studien des Finanzministeriums, Sokrates: Karl Nehammer im großen profil-Interview.

profil: Klar, ich habe in Freizeitkleidung gearbeitet, aber nicht in Jogginghose. Und mir bei offiziellen Themen ein Hemd angezogen. Bei Online-Konferenzen muss man nicht immer im Anzug sitzen.Nehammer:Braucht es damit andere Maßnahmen?profil:

Ich habe in zwei Jahren Pandemie gelernt, dass Politik und Wissenschaft ständig dazulernen. Erinnern Sie sich: Wir haben angefangen mit Händewaschen, dann kam der Mund-Nasen-Schutz, dann waren wir glücklich über die Perspektive Impfung. Es hieß zwei Stiche reichen, dann drei Stiche, jetzt gehen wir von ständigen Auffrischungen aus. All diese Entwicklungen passierten mit enormer Geschwindigkeit, weil die Wissenschaft Unglaubliches leistet. Aber die Wissenschaft ändert ihre Meinung auch: Manche Experten sind für, manche gegen die Impfpflicht. In der Politik muss man sich festlegen.

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„Ich werde bis zum Tod dafür kämpfen, den Menschen Hoffnung zu geben“

Die weltberühmte Verhaltensforscherin Jane Goodall über das Leben mit Schimpansen, die Armutsbekämpfung als wichtigen Hebel für den Artenschutz und warum sie zu Beginn der Pandemie – im Alter von 86 Jahren – Veganerin wurde Weiterlesen >>

karlnehammer evalinsinger bauer_gernot karlnehammer evalinsinger bauer_gernot evalinsinger karlnehammer bauer_gernot Näh🔨 ist kein Bundeskanzler….erst die Marionette von der Hanni aus NÖ..,

Karl Nehammer sieht kein 'Systemproblem'Der Bundeskanzler ließ im Gespräch mit Corinna Milborn bei einem entscheidenden Thema Problembewusstsein vermissen Ich sehe ein Demokratie-Problem Natürlich jemand der Teil des Systems ist und von diesem profitiert wird hier niemals ein Systemproblem sehen. Ist ja nicht 'sein Problem' - und leider macht es der Wähler auch nicht zu seinem Problem.

Nehammer-Kritik an „Tribunal“-Methoden im U-AusschussKarl Nehammer: U-Ausschuss könne missbraucht werden; Corona-Tests bleiben kostenlos; Frage eines ÖVP-Kandidaten bei Bundespräsidenten-Wahl offen. volkspartei missbraucht jahrelang Polizei, Justiz, Finanzämter, Steuergesetze, Staatsholding, Fremdenrecht und Medienförderung bmichats oebag Opposition beschließt Untersuchungsausschuss. ÖVP: 'Aber der könnte missbraucht werden...' Genau mein Humor 😂 Also ich glaube, wenn der UA von jemanden missbraucht wird dann wie bisher wohl von der ÖVP und den besten Köpfen dort (Sobotka, Hanger) 🤔 ...wir gratulieren karlnehammer zum FaschingsScherz des Tages..!! ...weil dann beim övpKorruptionsUA völlig klar faktenbasiert herauskommt, dass die övp ihre Macht mißbraucht haben könnte..? ...övp 'fasten seatbelts' und bestellt Containerladungen PampersWindeln..!!

Kann Karl Nehammer Österreich reparieren?Die Ära Kurz hat das Vertrauen in die Politik schwer geschädigt. Es braucht große Reformen, etwa zum Klimaschutz und zur Bildung. Wird der neue Bundeskanzler das alles meistern? Mit diesem man an der spitze geht österreich vor die hunde! Reperiert wird nur seine portokassa!

'Österreich hat auf Pandemie hysterisch reagiert'Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder besuchte die 'Heute'-Redaktion und sprach im Interview über Projekte im neuen Jahr. Glückwunsch an Österreich. Jetzt gehören sie auch zu der letzten Bastion der demokratischen Staaten! Ob Pflegekräfte in den COVID-Kliniken seine Meinung teilen? Die Albertina hat wie alle anderen Staatshilfen bekommen.

Nationalrat: Türkis-grüne Steuerreform beschlossenIm Schatten der Impfpflicht hat der Nationalrat am Donnerstag eines der Prestigeprojekte der Koalition, die ökosoziale Steuerreform, beschlossen. Sie ... WKogler karlnehammer ....ihr Raubritter! Die nächste Wahl kommt bestimmt!

Nicholas Ofczarek über seine Angst und 'Der Pass 2' auf SkySerienreif-Podcast über Kitzbühel und 'Kitz', Dreh für Netflix-Hit 'Tyler Rake' in Wien, Nehammer, Impflotterie und ORF, Hensel gab Aufsichtsratsvorsitz bei 'Wiener Zeitung' ab Er ist einfach nur noch genial

Wie verbringt ein Bundeskanzler die Quarantäne?  Nehammer: Ich war acht Tage isoliert, habe meine Frau und meine Kinder vermisst.  Ansonsten musste ich drei Mal täglich mein Handy aufladen, ich hatte viel mehr elektronische Sitzungen, Videokonferenzen, Telefonkonferenzen.  profil: Im Jogginganzug? Nehammer:  Klar, ich habe in Freizeitkleidung gearbeitet, aber nicht in Jogginghose. Und mir bei offiziellen Themen ein Hemd angezogen. Bei Online-Konferenzen muss man nicht immer im Anzug sitzen. profil: Mittlerweile gibt es 30.000 Neuinfizierte pro Tag. Ab welcher Zahl machen Sie sich Sorgen? Nehammer: Es stimmt, was uns Experten vorhersagten: Mit Omikron findet ein Paradigmenwechsel statt. Die Infektionszahlen sind hoch, aber die Situation in den Spitälern ist stabil. Es kann aber sein, dass viele Menschen gleichzeitig ausfallen – besonders schlimm wäre das in der kritischen Infrastruktur, im Gesundheitsbereich, bei der Lebensmittelversorgung.  Das beobachten wir. Offenbar gibt es bei Omikron kein Limit, wir müssen uns auf neue Dimensionen bei Infektionen einstellen.  profil: Braucht es damit andere Maßnahmen? Nehammer: Wir justieren ständig nach. So muss mit Omikron die Dauer der Quarantäne neu gedacht und wohl verkürzt werden. Gecko arbeitet daran. profil: Das wäre eine kleinere Änderung. Eine große Änderung wurde beschlossen: die Impfpflicht. Viele Wissenschafter zweifeln, ob sie mit Omikron überhaupt notwendig ist und zum richtigen Zeitpunkt kommt. Nehammer: Ich habe in zwei Jahren Pandemie gelernt, dass Politik und Wissenschaft ständig dazulernen. Erinnern Sie sich: Wir haben angefangen mit Händewaschen, dann kam der Mund-Nasen-Schutz, dann waren wir glücklich über die Perspektive Impfung. Es hieß zwei Stiche reichen, dann drei Stiche, jetzt gehen wir von ständigen Auffrischungen aus. All diese Entwicklungen passierten mit enormer Geschwindigkeit, weil die Wissenschaft Unglaubliches leistet. Aber die Wissenschaft ändert ihre Meinung auch: Manche Experten sind für, manche gegen die Impfpflicht. In der Politik muss man sich festlegen. "Nur Impfen erhält uns die Freiheit" | Karl Nehammer (mitte) im Interview mit Eva Linsinger und Gernot Bauer © Bild: Alexandra Unger profil: Sie bezeichnen die Impfpflicht als Ultima Ratio. Kurz vor Beschluss präsentierten Sie Prämien und eine Lotterie. Warum haben Sie nicht vorher ausprobiert, ob Anreize die Impfquote erhöhen, bevor Sie zum letzten Mittel Impfpflicht greifen?  Nehammer: Die Kombination ist wichtig: Einerseits die Pflicht, weil nur Impfen uns die Freiheit erhält. Es schaut so aus, als könnten wir das Virus nicht endgültig besiegen, aber wir können es durch Impfen zurückdrängen. Zusätzlich zur Impfpflicht gibt es Anreize. Wir wollen nicht nur Zwang, wir wollen ja weiter in einer solidarischen Gesellschaft leben.  profil: Werden mit der Impfpflicht Corona-Tests kostenpflichtig? Nehammer: Das ist nicht vorgesehen. Antigen-Tests werden wichtiger, weil das PCR-System an Grenzen stößt – sogar beim Test-Meister Wien. Auch beim Testen sind wir Lernende. profil:  Wir Betrachter lernen, dass die Zusammenarbeit in der Koalition funktioniert. Vizekanzler Werner Kogler lobt Sie als Teamplayer. Sebastian Kurz war also kein Teamplayer?  Nehammer: Natürlich, sonst wäre ich nicht in seinem Team gewesen. Aber jeder hat einen anderen Stil. Ich halte es mit der Aufschrift auf der Wiener Secession: Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit. Als Sebastian Kurz Kanzler wurde, war eine andere Positionierung notwendig: Damals litten die Menschen unter der lähmenden Großen Koalition, hatten Sehnsucht nach kantiger Zuspitzung. Jetzt, nach zwei Jahren Pandemie, ist die Grundstimmung anders: Die Gesellschaft ist gespalten, manche Ungeimpfte haben Angst, die müssen wir abholen, nicht wegstoßen. Niemand braucht jetzt das Narrativ „Geimpfte gegen Ungeimpfte“. Ich will einen gemeinsamen Kampf gegen das Virus. Daher versuche ich, alle einzubinden. profil:  Sebastian Kurz war ein „Sozifresser“, er hätte sich nie mit SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hingestellt und Impfanreize verkündet.  Nehammer: Ich finde diesen Begriff unpassend, und er trifft auch nicht zu. Die Zeit erfordert eine Einbindung der Opposition. Das ist mir bei der Impfpflicht gelungen. Ich profitiere davon, dass mir Dialogführen nicht fremd ist: Als Innenminister habe ich polarisiert und fünf Misstrauensanträge bekommen – aber auch 91 Prozent Zustimmung im Parlament für die Reform des Verfassungsschutzes. Ich will als Kanzler alle Menschen mitnehmen. Dazu gehört, dass man mit Oppositionsparteien vertrauensvollen Kontakt hat. Das erfordert übrigens jeweils beide Seiten.  profil: Geht der Übergang vom Flex-Innenminister so schnell?  Nehammer: Die Flex entstand, als viele glaubten, Corona ist ungefährlich. Wir in der Politik hatten einen Informationsvorsprung, weil wir die Bilder aus Bergamo mit den gestapelten Leichensäcken kannten. Wir mussten damals das Gefahrenbewusstsein erhöhen – auch durch Sprache. Die Polizei musste Dinge tun, an die man vorher nie dachte, etwa den Abstand zwischen Menschen kontrollieren. Damals entstand der Begriff „Flex“. Die Polizei durchbricht Infektionsketten.  Lesen Sie jetzt weiter: