Botschafter trifft Kurz: Fast 70 Prozent für Kauf von Sputnik-V, 57 Prozent würden sich impfen lassen

Wie Russland mit Sputnik-V Politik macht, und wie Österreich darauf reagiert: Mit einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird es noch dauern, Österreich könnte Spunik-V nur im Alleingang schon früher verimpfen.

31.03.2021 14:20:00

Wie Russland mit Sputnik-V Politik macht, und wie Österreich darauf reagiert: Mit einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird es noch dauern, Österreich könnte Spunik-V nur im Alleingang schon früher verimpfen.

Wie Russland mit Sputnik-V Politik macht, und wie Österreich darauf reagiert: Mit einer Zulassung durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) wird es noch dauern, Österreich könnte Spunik-V nur im Alleingang schon früher verimpfen.

Laut aktuellen russischen Medienberichten von Ende vergangener Woche warenlediglich in etwa 4 Prozent der Bevölkerung geimpft.Demnach waren es sechs Millionen Russen, davon hatten mehr als vier Millionen die zwei erforderlichen Impfdosen erhalten. Experten sprachen gleichzeitig von der Notwendigkeit, 60 bis 70 Millionen Menschen im Land zu impfen.

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Kampagne im AuslandAnders als in Russland selbst setzt der Kreml im Ausland auf eine intensive Kampagne, für die formal der Russische Fonds für Direktinvestitionen (RFPI) verantwortlich. Diese staatliche Gesellschaft wird vonKirill Dmitrijew

geleitet, der bereits in den letzten Jahren für außenpolitische Spezialaufträge des Kreml etwa in den USA und Saudiarabien verantwortlich war. Unabhängige russische Medien sahen Dmitrijew zuletzt nahezu alsTeil der Familie des russischen Präsidenten headtopics.com

: Seine Frau Natalja Popowa ist Stellvertreterin von Putins angeblicher Tochter Katerina Tichonowa in einer Moskauer Stiftung, die sich mit wissenschaftlicher Innovation beschäftigt.Im Zusammenhang mit der Vermarktung von Sputnik-V traf Dmitrijew auch hochrangige ausländische Politiker. Am 5. März führte er etwa in Wien

Gespräche mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP),die zwischenzeitlich zum russischen Angebot führten, eine Million Impfdosen Sputnik-V von April bis Juni 2021 nach Österreich zu liefern.Aggressives MarketingRussland hat Impfstoffe öffentlichkeitswirksam

bereits an mehr als 20 Staaten geliefert, die Rede derzeit ist auch von Zulassungen in knapp 60 Staaten. Um die große internationale Nachfrage befriedigen zu können,müssen freilich noch Produktionskapazitäten insbesondere im Ausland geschaffen werden

. Auch daran wird derzeit intensiv gearbeitet."Die sind extrem aggressiv und waren auch bei uns", beschrieb vergangene WocheBoehringer Ingelheim-Chef Philipp von Lattorffeinen diesbezüglichen Besuch aus Russland.Dmitrijews Fonds ist aber insbesondere auch für den ausschließlich in englischer Sprache betriebenen headtopics.com

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Sputnik-V-Twitteraccountverantwortlich, der am Dienstag die Veröffentlichung seiner 1.000 Kurzmeldung feierte. @sputnikvaccine äußert sich auch politisch gegenüber ausländischen Politikern und Beamten.Als sich etwa Anfang März die AGES-Abteilungsleiterin Christa Wirthumer-Hoche, die als Vertreterin Österreichs Vorsitzende des EMA-Verwaltungsrats amtiert, zurückhaltend über Notfallzulassungen von Sputnik-V in einzelnen EU-Staaten äußerte, wurde sie von russischer Seite heftig kritisiert.

Notfallzulassung?Die Frage von Notfallzulassungen könnte jedenfalls in den nächsten Wochen auch in Österreich relevant werden. Sollte die Regierung ein russisches Angebot annehmen, würde eineerste Lieferung von Sputnik-V im April höchstwahrscheinlich noch vor einer Zulassung

des russischen Impfstoffsdurch die Europäischen Arzneimittelagentur (EMA)erfolgen. Letztere prüft bekanntlich seit Anfang März und plant für Mitte April eine Inspektion der russischen. Bis zu einer EMA-Zulassung für die gesamte EU dürfte es laut Medienberichten jedoch noch einige Monate dauern. Derzeit wird Sputnik-V innerhalb der EU bereits im Rahmen von Alleingängen verimpft, nämlich in Ungarn und der Slowakei.

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