Bereit für den Frühling: Was man jetzt bei der Gartenarbeit beachten muss

Welche Vorbereitungen braucht es und welche Pflanzen können schon eingesetzt werden? Eine Pflanzenexpertin gibt Antworten.

18.04.2021 08:30:00

Welche Vorbereitungen braucht es und welche Pflanzen können schon eingesetzt werden? Eine Pflanzenexpertin gibt Antworten:

Welche Vorbereitungen braucht es und welche Pflanzen können schon eingesetzt werden? Eine Pflanzenexpertin gibt Antworten.

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Auch wenn sich der Frühling heuer schon einige Male gezeigt hat, scheint er noch für ein paar Wochen im Winterschlaf zu verharren. So manche Nacht könnte noch einmal Frost bringen und der ein oder anderen Pflanze das Leben kosten. Deswegen ist es wichtig das gewisse Know-How zu haben und keine voreiligen Einsetzaktionen zu starten.

Mara Müller ist Pflanzenexpertin und leitet unter anderem Seminare beim Verein „Arche Noah“ in Schiltern bei Langenlois (Bezirk Krems). Der Verein setzt sich mittels Aktivismus, Bildungsarbeit sowie Archivierung und dem Verkauf von Saatgut für den Erhalt und die Entwicklung der Kulturpflanzenvielfalt ein. headtopics.com

Im Gespräch mit dem KURIER gibt die Pflanzenexpertin Tipps und Tricks was jetzt für die Gartenarbeit im Standby-Frühling wichtig ist. Vorbereitungen am FensterbrettKleine wärmeliebende Pflänzchen können laut der Expertin durchaus jetzt schon am Fensterbrett herangezogen werden. Bevor man sie Mitte Mai auf den Balkon oder in den Garten setzt, müssen sie allerdings pikiert und akklimatisiert werden. Das heißt:

Wenn die kleinen Pflanzen Keimblätter bilden, müssen sie in eingrößeres Töpfchen mit nährstoffreicherer Erdegesetzt werden. Das ist sozusagen die Zwischenstation, bevor sie nach draußen kommen.Außerdem müssen sich die Pflanzen langsam an die Außentemperatur gewöhnen. Bereits jetzt können die Jungpflanzen

tagsüber rausgestelltwerden. Die Nacht sollten sie jedoch noch in der Wohnung oder im Haus verbringen.Wichtig:Solange die Pflanzen noch im Topf sind, sollten sie draußennur im Schattenstehen. Auch wenn sie an einem hellen Fensterbrett herangezogen wurden, können sie unter freiem Himmel einen Sonnenbrand bekommen. Besonders empfindlich dafür ist der Paprikastrauch.

Der Paprikastrauch kann einen Sonnenbrand bekommen.© Bild: Getty Images/iStockphoto/Pixelelfe/iStockphotoNachhaltiges Saatgut für langlebige ArtenAnfangen kann man jetzt auch mit Direktsaaten. Pflanzenarten wie Mohn brauchen einenKälteimpuls headtopics.com

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um zu keimen und können jetzt schon gesät werden. Auch Radieschen oder Erbsen könnten schon ausgesät werden. Sollte es jedoch noch einmal frieren, würden sie erst etwas später austreiben.Müller empfiehltbiozertifiziertes und samenfestes Saatgut

zu kaufen. Auf diese Weise könne die Artenvielfalt erhalten bleiben und mit gewissem Know-How auch in den Jahren darauf weitergezogen werden. Im Gegensatz dazu ist es mit Hybridsorten, den sogenannten F1, nicht möglich, wenn man auf die gleichen Eigenschaften hofft.   

Wichtig ist auch je nach Pflanzenkultur denrichtigen Nährstoffgehaltin der Erde zu haben. Ein bisschen Kompost sei dabei gut für den Boden.Die Tomate sollte beim Einsetzen etwas tiefer gesetzt werden.© Bild: Getty Images/iStockphoto/AlexRaths/iStockphoto

Saftige Lebensmittel durch richtiges EinsetzenBasilikum und Tomaten ergänzen sichund das nicht nur im Pesto, sondern bereits beim Wachsen. Wenn man die beiden nebeneinandersetzt, werden sie laut Müller geschmacklich intensiver und wachsen besser. headtopics.com

Basilikum solltevon oben geerntetwerden. Dadurch wird er buschiger und man hat den ganzen Sommer etwas davon. Außerdem braucht es das Basilikum warm. Solange der Frühling noch nicht richtig da ist, sollte es also im Topf am Küchenfester herangezogen werden.  

Beim Einsetzen sollte diewerden. Auch der Stängel darf ein bisschen unter der Erde sein. Weiterlesen: KURIER »