Autovermieter Erich Sixt übergibt an seine Söhne

Alexander und Konstantin Sixt treten gemeinsam die Nachfolge an der Unternehmensspitze an.

16.06.2021 09:42:00

Alexander und Konstantin Sixt treten gemeinsam die Nachfolge an der Unternehmensspitze an.

Alexander und Konstantin Sixt treten gemeinsam die Nachfolge an der Unternehmensspitze an.

pocketGenerationswechsel an der Spitze von Deutschlands größtem Autovermieter: Eine Woche vor seinem 77. Geburtstag übergibt Vorstandschef Erich Sixt am Mittwoch das Steuer an seine beiden Söhne Alexander und Konstantin. Als Duo wollen diese den Familienkonzern in vierter Generation weiter digitalisieren und zum profitabelsten Autovermieter der Welt machen.

Graz: Messerangreifer von Polizei niedergeschossen Klimawandel: Grazer Ex-TU-Direktor kritisiert Kurz scharf Viele ahnungslos: Österreichern droht Altersarmut

Bei einer virtuellen Hauptversammlung muss der Führungswechsel gezwungenermaßen nüchtern ausfallen. In normalen Zeiten wäre Erich Sixt sicher gefeiert worden."Er hat das Unternehmen verkörpert. Er hat es groß gemacht und dabei auch die kleinen Aktionäre nicht vergessen", sagte Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Die Aktionäre hatten mit ihm einmal eine"Ode an die Freude über die Dividende" gesungen. Sein Spott über Konkurrenten und Politiker, seine Vorschläge für neue Werbung wie Angela Merkels Sturmfrisur im Cabrio sorgten stets für Unterhaltung.

Ein halbes Jahrhundert lang stand Erich Sixt an der Spitze. Als 25-Jähriger hatte er 1969 die Taxi- und Vermietfirma seines erkrankten Vaters mit 200 Fahrzeugen übernommen und zu einem börsennotierten Konzern gemacht, der immer schwarze Zahlen schrieb. Sogar im Krisenjahr 2020, als der Umsatz von 2,5 auf 1,5 Milliarden Euro einbrach, stand unter dem Strich noch ein kleiner Gewinn von 2 Millionen Euro, während Konkurrent Hertz Insolvenz anmeldete und Avis und Europcar über 500 Millionen Euro Verlust machten. headtopics.com

Sixt von der Krise stark getroffenDie beiden Söhne übernehmen das Steuer mitten in der Coronakrise. Sixt ist mit roten Zahlen ins Jahr gestartet. An den Flughäfen fehlen die Geschäftsreisenden. In den Urlaubsregionen steigt jetzt die Nachfrage nach Mietwagen - aber die Vermieter können ihre Flotten nicht schnell genug wieder aufstocken, weil die Autohersteller mangels Chips nicht genug liefern können. Die Folge sind enorme Preissteigerungen. Sixt kassiert, was der Markt hergibt. Die Kurzarbeit soll Ende Juni zurückgefahren werden. Eine Jahresprognose aber hat der Autovermieter noch nicht gewagt.

Für die Vorzugsaktionäre gibt es nach der Hauptversammlung 5 Cent Dividende je Anteil, für die Stammaktionäre nichts. Die Familie Sixt hält 58 Prozent der stimmberechtigten Stammaktien.Ab Donnerstag will Erich Sixt als Vorsitzender des Aufsichtsrats seinen Söhnen auf die Finger schauen. Er sei dann im"Teilzeit-Ruhestand", sagte er. Bergdolt sieht den direkten Wechsel vom Vorstands- zum Aufsichtsratschef mit einigen Bedenken."Es ist nicht so einfach, das Steuer aus der Hand zu geben und nur noch überwachen zu dürfen. Und Dinge, die falsch gelaufen sind, nun als falsch zu benennen", sagte sie. Aber aufgrund seiner Lebensleistung"geh' ich davon aus, dass er es auch in Zukunft gut macht".

Der Fuhrpark- und der Finanzvorstand wurden gerade neu berufen, aber die Brüder Sixt als neues Führungsduo sind schon ein eingespieltes Team. Beide haben in London und Paris Betriebswirtschaft studiert und sind seit 2015 im Vorstand: der 42-jährige Alexander Sixt als Verantwortlicher für Strategie, Einkauf und Personal, sein 38-jähriger Bruder Konstantin als E-Commerce- und Vertriebschef.

Konstantin wird als der kreative Denker beschrieben, sein älterer Bruder als der Macher. Ein Führungstandem"ist nicht einfach", sagte Bergdolt."Aber wenn sie sich gegenseitig anregen, befruchten und die besten Ideen sich durchsetzen, kann das positiv sein." headtopics.com

367 Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle 367 Neuinfektionen in Österreich Paukenschlag! Wien schließt zwei Corona-Teststraßen

Eine Revolution sei nicht geplant, betonten beide mehrfach. Wie ihr Vater setzen auch sie auf die USA als größte Hoffnung für künftiges Wachstum. Der Markt ist riesig, die Konkurrenz dort angeschlagen. In ein paar Jahren wollten sie in den USA eine Milliarde Dollar Umsatz erwirtschaften, kündigte Alexander Sixt in der deutschen Zeitung"Welt am Sonntag" an. Außerdem treiben sie die Zusammenführung und digitale Vernetzung von klassischer Autovermietung, Car-Sharing und Auto-Abo voran."Sie bringen neuen Schwung in das Unternehmen", sagte Erich Sixt.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu. Weiterlesen: KURIER »

Hirscher trennt sich von Atomic: 'Bleibt dran, es kommt mehr'Marcel Hirscher fuhr alle seine Erfolge auf dem Material des Salzburger Skiherstellers ein. Ich kann’s nicht erwarten! Was für Sensation kommt noch..? Kann Heute schwer einschlafen….

Wie China seine Bürger mit dem digitalen Yuan gängeltBis zu den Olympischen Winterspielen in Peking soll der digitale Yuan etabliert sein. Es nicht nur ein Puzzlestein des chinesischen Überwachungsstaats

Ab 11.30 Uhr im Livestream : Staatsbesuch: Südkoreas Präsident Moon in ÖsterreichHeute und morgen in Österreich: Südkoreas Staatsoberhaupt Moon Jae-in und seine Frau Kim Jung-sook treffen heute Van der Bellen, Kurz und Ludwig. Hoffentlich bekommen die keine türkis Ausrüstung als welcome gift.

Empfang in Windsor: Was Biden bei Queen-Besuch anders machte als TrumpDer Besuch von Joe Biden und seiner Frau auf Schloss Windsor lief anders als der seines Vorgängers Donald Trump ab.

Marko Arnautovic: 'Ich bin kein Rassist'Marko Arnautovic wehrte sich gegen Vorwürfe wegen seines Torjubels, Gegner und Beobachter berichten aber von einer Schimpftirade auf Serbisch. schnarch Wo gibts denn bitte zwischen Serben und Mazedoniern eine Form von Rassismus? Also bin ich auch ein Rassist wenn ich mal auf die Piefkes am Schilift oder die Italiener am Strand schimpfe, oder wie!? Mediengemachter Schwachsinn.

Tsitsipas: Schicksalsschlag vor French-Open-FinaleRührendes Posting: Stefanos Tsitsipas hat nach dem verlorenen Endspiel bei den French Open mitgeteilt, dass seine Großmutter kurz vor dem Finale gestorben ist.