Ausgebremst: Warum Express-Lebensmittelzustellungen in Wien nicht funktionieren

Im vergangenen Jahr haben sich in Wien Express-Lebensmittellieferdienste breit gemacht. Aber das Geschäft läuft nicht wie erwartet. Vier Erklärungsansätze, warum das so ist:

Faltermorgen

18.01.2022 12:00:00

Im vergangenen Jahr haben sich in Wien Express-Lebensmittellieferdienste breit gemacht. Aber das Geschäft läuft nicht wie erwartet. Vier Erklärungsansätze, warum das so ist. sorayaloretta für den FALTERmorgen

Im vergangenen Jahr haben sich in Wien Express-Lebensmittellieferdienste breit gemacht. Aber das Geschäft läuft nicht wie erwartet. Vier Erklärungsansätze, warum das so ist:

Das engmaschige Supermarkt-FilialnetzIn kaum einem anderen europäischen Land gibt es so viele Supermärkte wie in Österreich. Allein in Wien kommen auf eine Millionen Einwohner 400 Supermärkte (ein anschauliches Video von den Kolleginnen der Rechercheplattform Dossier). Im Vergleich zu Deutschland ist die Versorgungsdichte hierzulande rund ein Drittel höher.

Aber es gibt noch einen Unterschied zu unserem nördlichen Nachbarn:In Deutschland wurden Supermärkte lange Zeit als Großflächenmärkte außerhalb von Städten und Ortszentren konzipiert. Erst in den vergangenen Jahren kamen die Lebensmittelhändler näher an die Wohnorte der Menschen. Die Express-Lieferdienste haben diese Strategie erkannt und unter dem Motto „Wir sind noch schneller und noch näher am Kunden” gekapert. In Wien zieht das nicht, weil es sprichwörtlich an jeder Ecke einen Supermarkt gibt – im 200-Meter-Umkreis von meiner Wohnung entfernt etwa gleich sechs. Und das bringt uns zu Punkt Nummer zwei.

Weiterlesen: @falter_at »

Dieser Artikel ist zuerst im FALTER.morgen erschienen. Hier könnt ihr unseren Wien-Newsletter kostenlos abonnieren:

Finanzminister Magnus Brunner: 'Investiere in mein Haus, nicht in Aktien'Warum der Finanzminister nun die Kapitalertragssteuer auf Aktien abschaffen will und wie er die Thomas-Schmid-Ära aufarbeitet.

Feine Happen: Zehn neue Lokale in WienDie Schließung der Gastronomie im Herbst bis kurz vor Weihnachten ließ nicht viel Zeit für kulinarische Erlebnisse in Wien, eine Auswahl an Neuem Nachdem ich heute im von Ihnen erwähnten Chez Bernard war, darf ich mitteilen: Stammlokal wird das keines. Dass der Concierge der Meinung ist, dass das Lokal Chez Benoît heiße, passt dann nur ins Bild.

„Ungehemmt Party machen“: Après-Ski-Lokal in Kitzbühel erhielt 137.000 Euro an CoronahilfenLokalbetreiber wollte Summe nicht bestätigen und sich nicht äußern. Gastronomie-Sprecher Pulker: „Schlag ins Gesicht für alle, die sich an Regeln halten.“ Land Tirol verurteilt Vorgänge auf das 'Schärfste', Bürgermeister ist 'richtig sauer'.

Ronja von Rönne: Warum Juli sich nicht umbringtIn Ronja von Rönnes zweitem Roman, „Ende in Sicht“, begibt sich ein ungleiches Gespann auf einen Roadtrip. Was die alternde Rock-Diva und die 15-Jährige eint: Sie sind beide lebensmüde.

PCR-Test-Chaos an Schulen dauert anWIEN/LINZ. Die neuen Anbieter der Schul-PCR-Tests in acht Bundesländern (alle außer Wien) hatten am Montag weiter mit technischen Problemen zu kämpfen.

Die demokratische Zukunft der USAUnd warum die Republikaner Wählerinnen und Wähler vom Wählen abhalten wollen Ein System, bei dem man mit der Mehrheit der Stimmen verlieren kann, würde ich nicht als Demokratie bezeichnen.