„Aufpassen, dass wir nicht blaues Wunder erleben“

25.10.2020 19:00:00

AGES-Leiter warnt vor dem kommenden Winter: „Aufpassen, dass wir nicht blaues Wunder erleben“

AGES-Leiter warnt vor dem kommenden Winter: „Aufpassen, dass wir nicht blaues Wunder erleben“

Täglich steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich - ebenso die Zahl der Spitalspatienten wie auch jene der Todesfälle. ...

Täglich steigt die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich - ebenso die Zahl der Spitalspatienten wie auch jene der Todesfälle. Doch noch liegt der Winter vor uns, dem AGES-Experte Franz Allerberger mit Sorge entgegensieht: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unser blaues Wunder erleben.“

Artikel teilen0DruckenSo geht der Leiter der Abteilung für Öffentliche Gesundheit davon aus, dass „die Fallzahlen sich verdoppeln oder noch höher gehen werden“, wie er in der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“ am Sonntag erklärte. Bei 4000 bis 5000 Neuinfektionen pro Tag könnte das zu den gefürchteten Engpässen in der medizinischen Versorgung führen, vor denen bereits seit Beginn der Pandemie immer wieder gewarnt wird. Denn den eigentlichen Gipfel der Coronavirus-Infektionen sehe er erst im „Dezember oder Jänner“.

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Doch noch liegt der Winter vor uns, dem AGES-Experte Franz Allerberger mit Sorge entgegensieht: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unser blaues Wunder erleben.“ Artikel teilen 0 Drucken So geht der Leiter der Abteilung für Öffentliche Gesundheit davon aus, dass „die Fallzahlen sich verdoppeln oder noch höher gehen werden“, wie er in der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“ am Sonntag erklärte. Bei 4000 bis 5000 Neuinfektionen pro Tag könnte das zu den gefürchteten Engpässen in der medizinischen Versorgung führen, vor denen bereits seit Beginn der Pandemie immer wieder gewarnt wird. Zudem versucht er, Forderungen nach einer Verkürzung der Arbeitszeit oder von Vermögenssteuern abzuwehren. Denn den eigentlichen Gipfel der Coronavirus-Infektionen sehe er erst im „Dezember oder Jänner“. Franz Allerberger (Bild: APA/Hans Punz) Virologin warnt vor Kontrollverlust Bereits jetzt warnte etwa die MedUni-Wien-Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl vor einem „Kontrollverlust über das Infektionsgeschehen“, wie sie in einem E-Mail an mehrere Personen der Taskforce des Gesundheitsministeriums schrieb, aus dem die „Kleine Zeitung“ zitierte. Er leitet ein Gymnasium in Wien.

So wüssten „immer mehr Menschen nicht, wo sie sich angesteckt haben könnten“. Bei der Kontakt-Überprüfung hinsichtlich der Ansteckung habe man dann gesehen: „Es war nicht Familie oder Arbeitskollegen“ - womit „nur der öffentliche Raum“ bleibe. „Man ist in eine diffuse Situation gekommen“, meinte die Virologin. Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl (Bild: APA/HELMUT FOHRINGER) „90 Prozent der Österreicher sind voll empfänglich und der Anteil älterer Menschen über 65 sollte nicht unterschätzt werden, weil dort der Anteil der Sterblichkeit deutlich höher ist als bei der saisonalen Grippe“, so AGES-Experte Allerberger. Einzelne Todesfälle seien nicht zu verhindern, vielmehr gehe es darum, „den Ablauf ein bisschen nach hinten“ zu schieben, erklärte er weiter - Stichwort: „flatten the curve“. Mittlerweile würden viele Direktoren „auf dem Zahnfleisch gehen“.

Virus-Ausrottung: „Das muss man abhaken“ Die Hoffnung auf eine Impfung im Frühjahr teilte der Corona-Experte nicht - vielmehr erwarte er einen Impfstoff frühestens im Juli des nächsten Jahres. Dass ein spezifisches Medikament kommt, glaubte Allerberger ebenfalls nicht, ebenso wenig an eine Ausrottung des Virus - „das muss man abhaken“. „Jeder von uns wird es früher oder später kriegen, außer er stirbt vorher. Es wird keine einfache Lösung geben“, meinte der Experte. Generell jedoch habe sich das Coronavirus als ungefährlicher herausgestellt, als noch zu Beginn befürchtet - war man von einer Sterblichkeit von 30 Prozent ausgegangen, weise eine neue Studie der Universität Stanford eine Sterblichkeit von 0,23 Prozent aus. Nahezu täglich trudeln an den Schulen neue, oft sperrig formulierte Vorschriften ein.

„Der Wert passt haarscharf zu unseren Daten“, so Allerberger. Zweiter Lockdown für Experte nicht notwendig Und die nun ergriffenen verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung des Virus? Nicht bei jeder sei „hundertprozentig belegt, dass sie die richtige Wirkung hat“, meinte Allerberger - Diskussionen gibt es etwa rund um die Vorverlegung der Sperrstunde. Allerdings sei das eine von vielen Maßnahmen. „Es signalisiert, dass wir eben soziale Kontakte reduzieren müssen. Es geht darum, das Problembewusstsein zu unterstreichen. Zu allem Überfluss habe man das oft auch noch in technisch unbrauchbare Formulare einzufüllen.

“ Einen zweiten Lockdown sieht er als nicht notwendig: „Ich glaube, dass man mit Maßnahmen, die gelinder sind, das gleiche Ziel erreichen kann.“ krone.at Einloggen, um an der Diskussion teilzunehmen Eingeloggt als .