Atomkraftwerk Fessenheim wird stillgelegt

Nach 43 Jahren steht das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim an der deutschen Grenze vor dem Aus. Seit Freitagabend wird der erste der beiden Reaktoren heruntergefahren.

22.2.2020

Nach 43 Jahren steht das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim an der deutschen Grenze vor dem Aus. Seit Freitagabend wird der erste der beiden Reaktoren heruntergefahren.

Nach 43 Jahren steht das älteste französische Atomkraftwerk in Fessenheim an der deutschen Grenze vor dem Aus. Seit Freitagabend wird der erste der beiden Reaktoren heruntergefahren.

Seit Freitagabend wird das Atomkraftwerk Fessenheim in Frankreich sukzessive abgeschaltet. Der erste der beiden Reaktoren am Oberrhein im Elsass werde bereits heruntergefahren, wie der Betreiber Electricité de France (EDF) am Freitagabend mitteilte. Er solle im Laufe der Nacht vom Netz gehen. Die Abschaltung des 900-Megawatt-Druckwasserreaktors werde nun schrittweise verlangsamt und solle in der Nacht zum Samstag vollständig vom Netz gehen. Block zwei wird nach Angaben der französischen Regierung dann am 30. Juni endgültig abgeschaltet. „Jetzt ist es endlich soweit“, freute sich die deutsche Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) in Berlin. Auch der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) äußerte sich erleichtert: „Endlich folgen den jahrelangen Ankündigungen der französischen Regierung Taten“, betonte dieser in Stuttgart. Allerdings bestehe weiter ein enormes Risiko, solange der zweite Block noch in Betrieb sei, wie Untersteller betonte: „Es ist Fakt, dass Fessenheim den Sicherheitsanforderungen an ein modernes Kraftwerk nicht genügt. Das haben wir uns schon vor Jahren gutachterlich bestätigen lassen.“ Die Sicherheitsreserven seien deutlich geringer als bei den letzten sechs Kernkraftwerken, die in Deutschland noch in Betrieb sind. Pannen häuften sich Fessenheim liegt - für ein Atomkraftwerk denkbar ungünstig - in einem Erdbebengebiet. Das Kraftwerk ist gegen Flugzeugabstürze oder Terroranschläge ebenfalls unzureichend geschützt. Zudem kam es im 43-jährigen Betrieb immer wieder zu Pannen. Im Atomkraftwerk sind derzeit noch 850 Menschen beschäftigt, zusammen mit Zulieferern fallen nach Angaben der elsässischen Gemeinde 1500 bis 2000 Arbeitsplätze künftig weg. Frankreich beugt sich mit der Abschaltung nun dem jahrelangen Druck aus Deutschland und der Schweiz. Ursprünglich hatte die französische Regierung das Aus für das AKW bereits für Ende 2016 versprochen. Präsident Emmanuel Macron setzt den Plan nun um. Deutschland und Frankreich haben vereinbart, in der Region Fessenheim in weiterer Folge einen Technologiepark zu errichten. Dafür sind Startgelder in Höhe von rund einer Million Euro vorgesehen. „Historischer Schritt“ Frankreichs Energieministerin Elisabeth Borne nannte die Abschaltung einen „historischen Schritt“: Erstmals wird einer der bisher 58 Reaktoren des Landes endgültig vom Netz genommen. Nach der endgültigen Abschaltung am 30. Juni beginnt der Rückbau des Kraftwerks. Die Brennelemente sollen bis 2023 entfernt werden, der Meiler 2025. Bis das Atomkraftwerk gänzlich stillgelegt ist könnte es aber noch bis 2040 dauern. Kritiker werfen der deutschen Bundesregierung aktuell vor, in Deutschland Atomkraftwerke abzuschalten und zugleich Atomstrom aus Frankreich zu importieren. In Deutschland sind noch sechs Atomkraftwerke am Netz: Grohnde und Emsland in Niedersachsen, Brokdorf in Schleswig-Holstein, Isar 2 und Grundremmingen in Bayern sowie Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg. Gemäß Atomgesetz werden die drei letzten Reaktoren spätestens Ende 2022 abgeschaltet. Frankreich plant lediglich einen Teilausstieg: Bis 2035 sollen 14 Reaktoren abgeschaltet werden. Nach der Abschaltung des Kraftwerks in Fessenheim zählt das Land dann noch 56 Reaktoren, die rund 70 Prozent des Stroms liefern. Das ist mit Abstand der höchste Anteil weltweit, bis 2035 soll er auf 50 Prozent sinken. (APA) Zum „Das Wichtigste des Tages“ Newsletter Der einzigartige Journalismus der Presse. Jeden Tag. Überall. Weiterlesen: Die Presse

So geht Klimaschutz...NICHT!

Mitarbeiter wollen Aus für Atomreaktor Fessenheim verhindern - derStandard.at

'Der größte Fehler? Das war mein Rücktritt als FPÖ-Chef'+++ Straches Interview zur Aschermittwochs-Rede +++ 'Der größte Fehler? Das war mein Rücktritt als FPÖ-Chef' +++

US-Wahl: Russland will Trump an die Spitze manipulierenGeheimdiensten zufolge begrüßt Russland eine Wiederwahl Trumps und wird sich entsprechend in den Wahlkampf einmischen. Ja, ist schon gut. Und morgen kommt der Weihnachtsmann 🙉😊🙉 Weil die Demokraten wissen das sie verlieren werden...schieben sie jetzt schon die Schuld dem Russen zu ..wieder mal 😂

Palfinger hofft auf KreuzschiffmarktIm chinesischen Werk Rudong wird derzeit nicht gearbeitet.

Keine Liftfahrt - und kein Geld zurück?Geld zurück: Wenn es im Skiurlaub stürmt und die Lifte stehen, hat man trotz Klauseln in den AGB eine Chance auf Rückerstattung – zum Beispiel, wenn ein gesamtes Skigebiet davon betroffen ist. Ein Bericht von pet_temp.

So bombastisch wird heuer die Opernball-EröffnungAm Opernball-Abend darf nichts mehr schief gehen, immerhin verfolgen weit über eine Million TV-Zuseher die perfekt inszenierte Eröffnung. Deshalb ...



Innenminister besorgt: „Taxibons gefährlich“

Moretti: „Coronavirus nicht in Tirol entstanden“

Wiener Polizisten mehrfach im Einsatz bespuckt

„Auch in 3 Monaten keine Rückkehr zur Normalität“

Parlament entmachtet: Kurz & EU schweigen zu Orban

Mein erstes Mal einkaufen unter der Corona-Maske

Frankreich: USA kaufen in China Schutzmasken weg

Schreibe Kommentar

Thank you for your comment.
Please try again later.

Neuesten Nachrichten

Nachrichten

22 Februar 2020, Samstag Nachrichten

Vorherige nachrichten

„,Sparsame Vier‘ werden sich weiter koordinieren“

Nächste nachrichten

Nach Neuer-Patzer: Lewandowski rettet Bayern gegen Paderborn - derStandard.at
Wie man einem Ärztemangel begegnen kann Milliardär Benko will Staatshilfe: Medienspiegel Tirols Bauern hoffen auf ausländische Erntehelfer Österreich nimmt weiter keine Flüchtlinge auf Millionen Muslime dürfen zum Fastenbrechen reisen Die neue Angst im Flüchtlingscamp Moria AMS wies Massenkündigung von Laudamotion ab Erzdiözese lockert Kirchenbeitrag für Härtefälle Paris: Corona-Tote werden in Markthalle gebracht ORF-Doku über 'Ballermann der Alpen': 'Ausnahmezustand in Ischgl' Türkische TV-Serien: Die schönen Leiden von Elifer und Ömer U-Haft für positiv getesteten „Corona-Spucker“
Innenminister besorgt: „Taxibons gefährlich“ Moretti: „Coronavirus nicht in Tirol entstanden“ Wiener Polizisten mehrfach im Einsatz bespuckt „Auch in 3 Monaten keine Rückkehr zur Normalität“ Parlament entmachtet: Kurz & EU schweigen zu Orban Mein erstes Mal einkaufen unter der Corona-Maske Frankreich: USA kaufen in China Schutzmasken weg Innsbrucks Bürgermeister prescht bei Lockerung vor Erster Corona-Fall in Ischgl bereits am 5. Februar Kogler will „Semidiktatur“ EU-Gelder streichen Dutzende US-Spring-Breaker in Mexiko infiziert EuGH: Drei Länder brechen EU-Recht in Flüchtlingskrise