Aschermittwoch: SPÖ-Lercher fordert 'Neustart mit allen Konsequenzen“

Aschermittwoch: SPÖ-Lercher stellt Wirtschaftssystem in Frage

2/27/2020

Aschermittwoch: SPÖ-Lercher stellt Wirtschaftssystem in Frage

Beim Arbeiteraschermittwoch geißelt Nationalratsmandatar Max Lercher Profitgier, falsche Privatisierungen und hofft auf einen Neustart.

Zu Beginn will, ja muss, der Obersteirer über die Mitgliederbefragungen reden - damit das auch gleich erledigt ist. „Wir brauchen als Partei wieder Klarheit!“. Lercher hält sich zurück, er spricht nicht direkt von der Parteichefin, wie gut oder schlecht er sie findet. Nur soviel: „Wir haben jetzt abzustimmen, ob es passt oder nicht.“ Und da gibt es für den bärtigen 34-Jährigen nur zwei Möglichkeiten. Er nennt sie „A“ und „B“, der Einfachheit halber. A heiße, dass man der Vorsitzenden den Rücken stärkt, B das Gegenteil. Bei A klatscht niemand. Bei B dann alle. Und das liegt wohl daran, dass Max Lercher in diesem Zusammenhang von einem „schnellen Neustart mit allen Konsequenzen “ spricht. Damit hat es sich dann aber auch schon wieder mit der Nabelschau. Denn eigentlich geht es an diesem Abend und zwei andere Dinge: Bissige Kritik an der Konkurrenz und ein wenig Visionäres wo man so hin will als Sozialdemokratie. „Die Ministerin Tanner ist vom Bauernbund ins gewechselt, und man könnte sagen, sie ist jetzt in einer viel demokratischeren Organisation gelandet“, spöttelt Lercher © Bild: APA - Austria Presse Agentur Er wechselt rasch zwischen Ernst und Witzelei. Als Lercher den Kanzler zitiert, der in der Justiz ein „rotes Netzwerk“ verortet, versucht er es bissig: „Ein rotes Netzwerk gibt‘s in der Justiz maximal bei der Bekleidung .“ Als er die Grünen tadelt, greift er auf alte Klischees zurück. „Hinter Kogler sind die gleichen Oberlehrer wie früher. Auf alles eine bessere Antwort - allerdings wäre es besser gewesen, hätten sie ihre angeblichen Weisheiten auch ins Regierungsprogramm gebracht.“ Weiterlesen: KURIER

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