4 Jahre danach: „Fall Felzmann ist ein Mysterium“

29.10.2021 10:00:00

Vor vier Jahren tötete Friedrich Felzmann in Stiwoll zwei Nachbarn aus dem Hinterhalt - sein Verschwinden ist bis heute ein Mysterium:

Steiermark, Annaberg

Vor vier Jahren tötete Friedrich Felzmann in Stiwoll zwei Nachbarn aus dem Hinterhalt - sein Verschwinden ist bis heute ein Mysterium:

Heute vor vier Jahren tötete Friedrich Felzmann im beschaulichen Stiwoll in der Weststeiermark zwei Nachbarn aus dem Hinterhalt. Der Steirer floh, ...

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(Bild: Christian Jauschowetz)Kontrollinspektor Erich HarrerDie Aufgabe der Einsatzkräfte ist es, so rasch wie möglich, aber gesichert vorzugehen. Behutsam tasten sich die Polizisten nach taktischen Vorgaben zum Gehöft der Familie Felzmann vor. Eigenschutz hat Priorität. Das gefährlichste Wegstück ist eine Senke vor dem Gehöft, die keine Möglichkeiten bietet, in Deckung zu gehen. Harrer und seine Kollegen rechnen jederzeit damit, selbst unter Beschuss zu geraten. „Das schärft natürlich die Sinne, man ist absolut fokussiert, gleichzeitig verliert man jedes Gefühl für Zeit.“

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Friedrich Felzmann (Bild: Jürgen Radspieler, Sepp Pail, LPD Steiermark, krone.Zwei Jahre nachdem beim Projekt 'For Forest' mit 299 Bäumen ein Wald am Spielfeld des Wörthersee-Stadions modelliert wurde, ist jetzt ein Schlusspunkt unter ein zivilrechtliches Verfahren gesetzt worden.Foto: media.Das Wiener Theaterurgestein Herbert Lederer, von 1970 bis 2006 Prinzipal der Ein-Mann-Bühne 'Theater am Schwedenplatz', ist tot.

at-Grafik) Heute vor vier Jahren tötete Friedrich Felzmann im beschaulichen Stiwoll in der Weststeiermark zwei Nachbarn aus dem Hinterhalt. Der Steirer floh, sein Verschwinden ist bis heute ein großes Mysterium. Oktober rechtswirksam wurde. Ein Polizist, der damals rasch vor Ort war, erinnert sich an den Fall. Am vergangenen Freitag ist Lederer nun im Alter von 95 Jahren verstorben, wie sein Rechtsanwalt der APA mitteilte. Artikel teilen 0 Drucken Für Kontrollinspektor Erich Harrer von der Polizeiinspektion Hitzendorf ist der Vormittag des 29.000 Euro für erbrachte Leistungen von 'For Forest' eingefordert. Oktober 2017 ein normaler Arbeitstag, bis ihn und seinen Kollegen um 9. Juni 1926 als Herbert Andl geborene Wiener studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Psychologie und promovierte 1948 mit einer Dissertation über das Moskauer Künstlertheater.

25 Uhr ein Funkspruch der Bezirksleitstelle erreicht.' Über die Höhe der Vergleichssumme wurde Stillschweigen vereinbart. Bitte deaktivieren Sie sämtliche Hard- und Software-Komponenten, die in der Lage sind Teile unserer Website zu blockieren. „Schüsse und Verletzte in Stiwoll Nr. 8!“ Harrer kennt die Adresse. Im Februar war ein - noch nicht rechtskräftiges - Urteil in einem Prozess um für 'For Forest' gekaufte, aber nicht abgeholte Bäume ergangen. Es ist die von Friedrich Felzmann. Browser-AddOns wie Adblocker oder auch netzwerktechnische Filter. „Felzmann war ein schwieriger Charakter, aber bei meinen Amtshandlungen immer korrekt. Nach wie vor standen sie auf dem Grund der Gärtnerei, wofür eine Platzmiete vereinbart, nach einiger Zeit aber nicht mehr bezahlt wurde. Denn der praktischen Theaterarbeit widmete er sich in allen Facetten: Er besuchte Kurse in Kostümentwurf und Bühnenbildkunde und absolvierte als Schauspieler, Regieassistent, Regisseur, Inspizient und Dramaturg Wanderjahre an großen und kleinen Bühnen, ehe er sich Ende der 50er-Jahre zur Selbstständigkeit entschloss und sein Ein-Mann-Theater etablierte.

Allerdings gab es auch immer wieder grenzwertige Äußerungen.“ Der Tatort des Amoklaufs von Stiwoll (Bild: Christian Jauschowetz) Rasch war klar: Ein Amoklauf! Harrer erkennt intuitiv aufgrund der Vorgeschichte und des Inhalts des Funkspruchs sofort den Ernst der Lage.545,60 Euro verurteilt. Er und sein Kollege fahren sofort Richtung Stiwoll, wo sie sich am Hauptplatz mit drei ebenfalls alarmierten Kollegen treffen. Nach einer kurzen Besprechung wird die Situation als „besondere Lage“ eingestuft: Amoklauf! Die fünf Polizisten legen ihre schusssicheren Westen an und formieren sich vor der Einfahrt.\nDrei weitere Zivilprozesse\nDrei weitere Zivilprozesse waren mit Vergleichen erledigt worden. Kontrollinspektor Erich Harrer (Bild: Thomas Neffe) „Rechneten damit, unter Beschuss zu geraten“ Die Aufgabe der Einsatzkräfte ist es, so rasch wie möglich, aber gesichert vorzugehen. Sein Programm umfasste die Pflege heimischer Klassiker ebenso wie einen Querschnitt durch die Weltliteratur - insgesamt weit über 6.

Behutsam tasten sich die Polizisten nach taktischen Vorgaben zum Gehöft der Familie Felzmann vor. Bei einem anderen hatte der Initiator des Projektes, Klaus Littmann, 39. Eigenschutz hat Priorität. Das gefährlichste Wegstück ist eine Senke vor dem Gehöft, die keine Möglichkeiten bietet, in Deckung zu gehen. Und eine Transportfirma hatte 12. Harrer und seine Kollegen rechnen jederzeit damit, selbst unter Beschuss zu geraten. „Das schärft natürlich die Sinne, man ist absolut fokussiert, gleichzeitig verliert man jedes Gefühl für Zeit.\nDie Kunstinstallation, die von Anfang September bis Ende Oktober 2019 im Wörthersee-Stadion zu sehen war, hatte seit ihrer Präsentation polarisiert.\nVon 1966 bis 1991 spielte Lederer zudem jede Sommersaison in seinem 'Theater im Pongau', einer alten Mühle in der Salzburger Gemeinde Flachau.

“ Der Stresslevel ist so hoch, dass man das Umfeld komplett ausblendet, man arbeitet hochkonzentriert. Erich Harrer Ziel ist es, weitere Opfer zu verhindern und den Täter einzugrenzen oder zu verhaften. Initiator Littmann hatte für das Projekt die Zeichnung 'Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur' des Künstlers Max Peintner zum Vorbild genommen, auf der ein Wald am Spielfeld eines voll besetzten Stadions steht. „In diesen Momenten hat man keine Zeit für Angst“, erklärt Harrer. „Der Stresslevel ist so hoch, dass man das Umfeld komplett ausblendet, man arbeitet hochkonzentriert.\nLaut Veranstaltern verlief das Projekt erfolgreich, laut ihren Angaben wurde die Kunstinstallation bei freiem Eintritt von mehr als 200.“ „Wir haben einfach nur unsere Arbeit gemacht“ Im vorderen Bereich des Areals finden die Polizisten zwei Personen reglos auf dem Boden..

„Sie waren leider bereits tot.500 Medienberichte (zwei Drittel davon im Ausland) hatten 'For Forest' zum Thema.“ Die Beamten durchsuchen und sichern unter höchster Anspannung das Areal. Von Felzmann keine Spur. (apa)\n. Dann folgt die Kontaktaufnahme mit der Familie, die den Hinweis auf das dritte Opfer gibt. Weitere Einsatzkräfte treffen ein, kümmern sich um die angeschossene Frau.

(Bild: APA/SIEGFRIED ULLRICH) Was geht Harrer am vierten Jahrestag der Bluttat durch den Kopf? „Es war natürlich ein besonderer Einsatz, aber wir haben einfach nur unsere Arbeit gemacht.“ Nur wenige Stunden nach der Bluttat wird in der Gemeinde ein Einsatzstab eingerichtet. Führungskräfte aus allen Bereichen der Polizei beraten über die weitere Vorgehensweise. Generalmajor Manfred Komericky, stellvertretender Polizeidirektor und ehemaliger Cobra-Chef, ist einer davon: „Seit dem Amoklauf von Annaberg mit vier Toten (Niederösterreich, 2013, Anm.) ist die Polizei enorm sensibilisiert.

In Annaberg hat der Schütze ja aktiv die Polizei bekämpft. Von einer ähnlichen Situation mussten wir auch in Stiwoll ausgehen.“ Der stellvertretende Landespolizeidirektor Manfred Komericky (Bild: Thomas Neffe) Die Ausgangslage ist schwierig. Die letzte verifizierte Sichtung von Felzmann war auf der Ausfahrtsstraße des Gehöftes. Danach verlieren sich die Spuren, Hinweise fehlen.

„Ortskenntnisse machten ihn brandgefährlich“ „Unser stärkster Verbündeter, der Hubschrauber, konnte wetterbedingt nicht starten, das hat wertvolle Zeit gekostet“, erinnert sich Komericky. Als der Hubschrauber am nächsten Tag aufsteigen kann, wird das Fluchtfahrzeug gefunden. Erschwerend für die Einsatzkräfte sind bei der Suche die hohen Sicherheitsvorkehrungen. Felzmanns Überlebenstraining im Wald und seine Ortskenntnisse machen ihn brandgefährlich. „Wir mussten mit allem rechnen, auch, dass er sich in einem Erdloch vergraben hat und jederzeit das Feuer auf die Einsatzkräfte eröffnen könnte.

“ Das gesuchte Fahrzeug des mutmaßlichen Schützen von Stiwoll wenige Kilometer vom Tatort entfernt (Bild: APA/LPD STEIERMARK) Viele solcher Überlegungen flossen in die Fahndung ein, was den Einsatz natürlich träger erscheinen ließ. „Man sucht nach einem bewaffneten, gefährlichen Mann, nicht nach einem Abgängigen, von dem keine Gefahr ausgeht“, erklärt Komericky. Doch Felzmann bleibt bis heute spurlos verschwunden. Lesen Sie auch: .