Corona-Ampel: Ein Bundesland orange, fünf gelb

Die Corona-Ampel feiert am 4. September Premiere
Prognosekonsortium erwartet steigende Fälle. Auch auf Intensivstationen.

Die Corona-Situation in Österreich ist erneut unterschiedlich: Obwohl der Trend in allen Bundesländern nach oben geht, wurde bei der Sitzung der Ampelkommission lediglich für Salzburg ein hohes Ansteckungsrisiko - also die Farbe orange - festgestellt. Mittleres Risiko gibt es in der gelben Zone, in die Wien, Kärnten, Oberösterreich, Vorarlberg und Tirol eingeordnet wurden. Im Rest des Landes ist das Risiko gering.

Vorarlberg hätte aufgrund der Fallzahlen auch als Orange eingestuft werden können. Die günstigsten Werte haben weiterhin das Burgenland und Niederösterreich. Auf den Intensivstationen herrscht bundesweit geringes Systemrisiko.

Auch in der vergangenen Woche dominierte die Delta-Variante das Virusgeschehen. Es wurden 1.226 Verdachtsfälle (PCR-basierte und sequenzierte Fälle) detektiert, was einem Anteil von 77,45 Prozent an allen getesteten Fällen entspricht.

Das Konsortium ging österreichweit von einem steigenden Trend des Fallgeschehens aus. "Wie letzten Sommer zeigt sich ein punktuierter Fallanstieg, der charakterisiert ist von Zeitspannen mit höheren Anstiegen gefolgt von mehreren Tagen bzw. Wochen mit annähernd konstanter Dynamik", hieß es in der Prognose.

Der von großen Clustern getriebene starke Anstieg der Fallzahlen flachte in den meisten Bundesländern wieder ab. Angesichts der getätigten Öffnungsschritte einhergehend mit niedrigen Durchimpfungsraten in bestimmten Bevölkerungsgruppen (z.B. Jüngere Altersgruppen) ist die Möglichkeit zusätzlicher sprunghafter Entwicklungen im Zusammenhang mit größeren Clustern aber weiterhin gegeben.

Prognose: Steigender Trend auch in Spitälern

Das Covid-Prognose-Konsortium geht in seiner Einschätzung zudem österreichweit von einem steigenden Trend des Fallgeschehens bis 12. August aus. Österreichweit wird dabei auch der Belag der Intensivbetten-Gesamtkapazität (2.042) leicht von 1,86 auf 2,5 Prozent zunehmen. Auf Normalstationen wird ein Anstieg des Belages auf 108 Patienten erwartet.

Wie im Sommer 2020 würde sich ein Fallanstieg zeigen, der charakterisiert ist von Zeitspannen mit höheren Anstiegen, gefolgt von mehreren Tagen bzw. Wochen mit annähernd konstanter Dynamik. Die von großen Clustern getriebene starke Zunahme der Fallzahlen habe sich in den meisten Bundesländern wieder abgeflacht. Angesichts der Öffnungsschritte einhergehend mit niedrigen Durchimpfungsraten etwa bei Jüngeren sei die Möglichkeit sprunghafter Entwicklungen im Zusammenhang mit größeren Clustern weiterhin gegeben.

Die aktuellen Prognosen gehen von einem Infektionsgeschehen von rund 490 Fällen pro Tag aus. Am 5. August wird laut Konsortium eine Sieben-Tages-Inzidenz von 39,2 erwartet.

Update: Vorarlberg wurde ursprünglich als Orange vermeldet, ist nun aber doch gelb.

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