Die Deutschen haben ihr "Malle" wieder

Die Deutschen haben ihr "Malle" wieder
Kurz vor den Osterferien fällt die deutsche Reisewarnung für Mallorca. Dort hofft man nun auf Touristen.

Ostern am Mittelmeerstrand ist trotz Corona für viele Deutsche keine Illusion mehr. Kurz vor Beginn der Osterferien in den meisten deutschen Bundesländern fällt die Reisewarnung für Mallorca und weitere Urlaubsziele in Spanien und Portugal.

Urlaub auf Mallorca ist somit wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich. 

Der größte Reiseveranstalter Tui kündigte prompt an, die Ostersaison vorzuziehen und schon am 21. März von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf Flüge nach Mallorca anzubieten. Auf den spanischen Inseln hatten die neuen Einstufungen der deutschen Regierung Jubel und Euphorie ausgelöst.

Die wirtschaftliche Lage auf Mallorca ist derzeit dramatisch. Die Tourismus-Branche auf den Balearen, zu denen auch Menorca, Ibiza und Formentera gehören, hat in normalen Jahren einen Anteil von 35 Prozent am Regionaleinkommen.

2020 brach aber die Zahl der Urlauber um 87,4 Prozent auf 1,7 Millionen ein. Mit der Aufhebung der Reisebeschränkungen soll die Wende kommen. Tui hat bereits angekündigt, erste große Hotels auf Mallorca bereits ab dem nächsten Wochenende zu öffnen und dann auch Flüge von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf anzubieten.

Die Bundesregierung hatte am Freitag entschieden, alle Balearen-Inseln, mehrere Regionen auf dem spanischen Festland, Teile Portugals und Dänemarks sowie die Bahamas in der Karibik wegen sinkender Infektionszahlen von der Risikoliste der Robert Koch-Instituts (RKI) zu streichen.

Auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt für diese Gebiete nun nicht mehr. Die Bundesregierung rät aber weiterhin von "nicht notwendigen, touristischen Reisen" ab.

Entscheidend für die Streichungen von der Risikoliste ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, die in den betroffenen Regionen unter 50 gefallen ist. In Deutschland liegen derzeit alle Bundesländer darüber. Der Wert für die Balearen betrug am Freitag dagegen 21,3.

Auf dem spanischen Festland wird die Reisewarnung für die Küstenregionen Valencianische Gemeinschaft und Murcia mit beliebten Urlaubszielen wie Benidorm, Calpe, Javea und Denia aufgehoben, außerdem im Landesinneren für die Extremadura, La Rioja und Kastilien-La Mancha. In Dänemark gilt nun die Region Nordjylland als „risikofrei“.

Auch in der gesamten Nordhälfte Portugals (Regionen Norte und Centro) inklusive Porto fallen die Reisebeschränkungen. Portugal galt bisher noch als Virusvariantengebiet mit besonders strengen Regeln. Die besonders beliebte Südküste Algarve, die Atlantikinsel Madeira und die Hauptstadt Lissabon gelten nun wieder als „normales“ Risikogebiet. Wer von dort nach Deutschland einreist, muss auch künftig zehn Tage in Quarantäne, die man aber mit einem negativen Test nach fünf Tagen verkürzen kann. Außerdem wird ein erster Test spätestens 48 Stunden nach Eireise fällig.

Bereits in der vergangenen Woche war die Halbinsel Istrien an der kroatischen Adria als erste Urlaubsregion im europäischen Ausland von der Risikoliste genommen worden. Für die beliebten Ferienregionen in Griechenland, Italien, Frankreich, Österreich oder in der Türkei bleiben die Reisebeschränkungen dagegen bestehen.

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