Wehrschützt, Kroatien, Erdbeben

Wehrschützt, Kroatien

1000 Häuser zerstört: Jetzt rollt die Hilfswelle für die Erdbeben-Opfer in Kroatien an

Unser Korrespondent Christian #Wehrschützt berichtet. #Kroatien #Erdbeben

31.12.2020 11:00:00

Unser Korrespondent Christian Wehrschützt berichtet. Kroatien Erdbeben

In Kälte und bei vielen Nachbeben harren die Menschen im Erdbeben gebiet in Kroatien im Freien aus. Doch Hilfe ist bereits unterwegs.

BIC: BAWAATWWDie Hilfsbereitschaft der Kroaten für ihre Landsleute ist generell groß. Die Behörden riefen daher die Bevölkerung auf, nicht selbstständig in das Krisengebiet zu fahren, um die Straßen für die Hilfsmannschaften offen zu halten. Im Einsatz sind hunderte Feuerwehrleute, Soldaten sowie Mitarbeiter des Zivilschutzes. Kroatien hat bereits unmittelbar nach dem Erdbeben den EU-Katastrophenschutzmechanismus aktiviert.

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13 Staaten leisteten bisher Hilfe, darunter auch Österreich, das 450 Feldbetten zur Verfügung stellte. Insgesamt lieferten die EU-Mitglieder mehrere Tausend Feldbetten, Schlafsäcke, mobile Heizungen. Dringend benötigt werden Wohncontainer, um die betroffene Bevölkerung unterzubringen. Auch hier halfen private Unternehmer, die etwa Wohnwagen ins Krisengebiet schickten.

In Petrinje, Sisak und Glina verbrachten viele Bürger die erste Nacht nach dem Beben im Freien. Manche schliefen auch in ihren Autos oder konnten in Schulen untergebracht werden. In Petrinje, das am stärksten betroffen ist, verbrachten 500 Bewohner die erste Nacht in Notunterkünften. Die Straßen des Stadtzentrums sind bereits vom Schutt befreit, doch das Zentrum mit seinen zerstörten und beschädigten Häusern ist weitgehend menschenleer. In Sisak wurde der alte Teil des Krankenhauses zerstört; Patienten mussten in Spitäler nach Zagreb und Karlovac gebracht werden, darunter acht Personen, die wegen der Corona-Infektion künstlich beatmet werden müssen. headtopics.com

Zu all den Problemen mit der Katastrophenhilfe kommt noch der Umstand hinzu, dass allein am Mittwoch etwa 40 Nachbeben in Kroatien registriert wurden. Die vorläufige Opferbilanz sieht derzeit so aus:sieben Tote, darunter ein 12-jähriges Mädchen, mindestens sechs Schwer- und mehr als 20 Leichtverletzte

. Das Beben ist bereits das zweite, das Kroatien in der Zeit der Corona-Pandemie trifft; das erste Beben ereignete sich im März und betraf vor allem die Hauptstadt Zagreb, die auch dieses Mal leichtere Schäden davontrug.Hilfskonvoi aus Österreich

Ein österreichisches Hilfspaket wurde noch am Mittwochabend in das kroatische Bebengebiet transportiert."Österreich ist seit vielen Jahren ein verlässlicher Partner in der internationalen Katastrophenhilfe. Es ist daher eine Selbstverständlichkeit, die notwendigen Hilfsgüter rasch auf den Weg zu schicken", so Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

Die Landesfeuerwehrverbände Niederösterreich und Wien wollten sich mit mehr als 30 Fahrzeugen auf den Weg machen, um den kroatischen Behörden die Hilfsgüter zu überbringen. Das Paket umfasst u.a. Wohncontainer, Feldbetten, Zeltbeleuchtungen und Heizlüfter. Neben der ersten Tranche, wird ein weiterer Transport am Abend des Neujahrstages erfolgen. headtopics.com

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Darüber hinaus transportieren die steirischen und niederösterreichischen Feuerwehren 82 Notcontainer aus der Grazer Belgierkaserne in die kroatischen Erdbebengebiete. Weiterlesen: Kleine Zeitung »